Udinese beobachtet Croci-Torti – Luganos Erfolgstrainer in Italien begehrt

Mattia Croci-Torti rückt bei einem weiteren italienischen Traditionsklub in den Fokus. Nach Informationen von soccer.ch hat Udinese Calcio den erfolgreichen Trainer des FC Lugano beobachten lassen. Beim Serie-A-Verein steht der deutsche Coach Kosta Runjaic wegen der sportlichen Krise zunehmend unter Druck. Croci-Torti geniesst in Italien hohes Ansehen, möchte die laufende Saison jedoch mit dem Schweizer Tabellenführer zu Ende führen.

Der 44-jährige Tessiner hat sich mit seinen Leistungen in Lugano weit über die Schweizer Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Bereits zuvor beschäftigten sich Atalanta Bergamo, die AC Milan und die SSC Napoli mit seiner Entwicklung. Auch beim türkischen Spitzenklub Fenerbahçe Istanbul wurde Croci-Torti zuletzt als möglicher Trainerkandidat diskutiert.

Sportlich spricht derzeit vieles dafür, dass Croci-Torti seine Arbeit im Tessin fortsetzen möchte. Lugano führt die Super League nach elf Spielen mit 31 Punkten an und liegt sechs Zähler vor den Young Boys. Der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte seit 1949 ist damit eine realistische Perspektive. Ein vorzeitiger Abschied würde den Trainer mitten aus einem aussergewöhnlich erfolgreichen Projekt herausreissen.

SOCCER.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Udinese Calcio: Der Serie-A-Klub hat Mattia Croci-Torti nach Informationen von soccer.ch beobachten lassen.
Trainerfrage: Kosta Runjaic steht nach sechs Niederlagen und einem Unentschieden aus sieben Spielen unter Druck.
Weitere Interessenten: Atalanta, Milan, Napoli und Fenerbahçe wurden bereits mit Croci-Torti in Verbindung gebracht.
FC Lugano: Tabellenführer mit 31 Punkten aus elf Spielen und sechs Punkten Vorsprung auf YB.
Zukunft: Croci-Torti möchte die Saison in Lugano beenden. Sein Vertrag läuft bis 2028.
Was das bedeutet
Mit Udinese beschäftigt sich ein weiterer italienischer Erstligist mit dem Lugano-Trainer. Der sportliche Erfolg im Tessin stärkt Croci-Tortis Position für mögliche Aufgaben im Ausland. Zunächst steht jedoch der Kampf um den Schweizer Meistertitel im Mittelpunkt.

Udinese sucht einen Weg aus der sportlichen Krise

Bei Udinese Calcio ist die Stimmung angespannt. Die Mannschaft von Kosta Runjaic belegt nach neun Spieltagen mit fünf Punkten den 17. Rang der Serie A. Auf sechs Niederlagen in Folge folgte am Mittwoch ein torloses Unentschieden bei Parma.

Besonders die Heimschwäche bereitet Sorgen. Udinese hat bereits vier Heimspiele verloren und erst neun Tore erzielt. Die Mannschaft kassierte gleichzeitig 18 Gegentreffer.

Offiziell hält die Klubführung weiterhin an Runjaic fest. In Italien wird jedoch über mögliche Alternativen nachgedacht. Das Heimspiel gegen die AS Roma am Samstag erhält dadurch zusätzliche Bedeutung.

Nach Informationen von soccer.ch gehört Mattia Croci-Torti zu den Trainern, deren Arbeit Udinese beobachten liess. Der Schweizer bringt ein Profil mit, das in Italien zunehmend Beachtung findet.

Croci-Tortis Name ist in Italien längst bekannt

Der Erfolg des FC Lugano wird südlich der Alpen aufmerksam verfolgt. Croci-Torti hat eine Mannschaft entwickelt, die mit offensivem Fussball, taktischer Flexibilität und bemerkenswerter Konstanz überzeugt.

Vor allem Atalanta Bergamo und die AC Milan beschäftigen sich bereits seit einiger Zeit mit seiner sportlichen Entwicklung. Atalantas Sportdirektor Cristiano Giuntoli zählt nach bisherigen Informationen von soccer.ch zu jenen Verantwortlichen, die den Tessiner im Blick haben.

Auch bei Napoli hat Croci-Torti Aufmerksamkeit geweckt. Präsident Aurelio De Laurentiis liess sich über den Trainer informieren.

Zuletzt berichtete soccer.ch über das wachsende Interesse europäischer Spitzenklubs an Croci-Torti. Darin spielte neben den italienischen Vereinen auch Fenerbahçe Istanbul eine Rolle.

Die Beobachtungen zeigen, welchen Stellenwert sich der Lugano-Trainer mittlerweile erarbeitet hat.

Warum ein sofortiger Wechsel kaum zu Luganos Plänen passt

Croci-Torti möchte nach Informationen von soccer.ch die laufende Saison mit Lugano beenden. Angesichts der sportlichen Ausgangslage ist dieser Wunsch nachvollziehbar.

Der FC Lugano steht nach elf Meisterschaftsspielen ungeschlagen an der Tabellenspitze. Zehn Siege und ein Unentschieden ergeben 31 Punkte. Mit 34 erzielten und nur neun kassierten Treffern verfügt Lugano zudem über eine hervorragende Tordifferenz.

Für Croci-Torti bietet sich die Gelegenheit, einen aussergewöhnlichen Erfolg zu erreichen. Der Verein wartet seit 1949 auf seinen vierten Schweizer Meistertitel.

Ein Engagement bei Udinese wäre zwar ein Schritt in eine der bedeutendsten europäischen Ligen, gleichzeitig aber mit einer völlig anderen sportlichen Aufgabe verbunden. Während Lugano um den Titel spielt, kämpft Udinese derzeit gegen den Abstieg.

Der Sommer 2027 könnte neue Möglichkeiten eröffnen

Die derzeitige Situation macht vor allem einen möglichen Wechsel nach Abschluss der Saison interessant. Croci-Torti könnte dann seine Arbeit in Lugano abschliessen und anschliessend eine neue Herausforderung prüfen.

Sein Vertrag läuft noch bis Juni 2028. Ein vorzeitiger Wechsel müsste deshalb auch mit dem FC Lugano geregelt werden.

Für Udinese stellt sich allerdings die Frage, ob der Verein bei anhaltenden Problemen so lange warten könnte. Die sportliche Entwicklung in den kommenden Wochen dürfte entscheidend dafür sein, ob die Verantwortlichen mit Runjaic weitermachen.

Für Croci-Torti bleibt die Ausgangslage dagegen komfortabel. Seine Mannschaft führt die Schweizer Meisterschaft an, und seine Leistungen werden in Italien geschätzt.

Am Sonntag wartet mit dem Heimspiel gegen den FC Basel die nächste Aufgabe. Dort kann Lugano seine Spitzenposition weiter festigen.

AKTUELLER STAND
Brack Super League – Tabelle 2026/27
Nach 11 Spieltagen | 30. Oktober 2026
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. FC Lugano 11 +25 31
2. BSC Young Boys 11 +17 25
3. FC Sion 11 +7 22
4. FC Zürich 11 -3 17
5. Servette FC 11 +2 16
6. FC St. Gallen 11 -4 16
7. FC Basel 11 -3 14
8. FC Luzern 11 -6 12
9. FC Thun 11 -11 10
10. FC Vaduz 11 -1 9
11. Grasshoppers 11 -13 9
12. Lausanne-Sport 11 -10 6

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert