Diensthund Naruk spürt dritten Einbrecher auf: Drei Franzosen nach Coup-Versuch gefasst

(Höri ZH). Die Kantonspolizei Zürich nahm in den frühen Morgenstunden des Samstags (31.10.2026) in Höri drei Männer fest, die versucht hatten, in ein Waffengeschäft einzubrechen.

Kurz nach 4.30 Uhr meldete eine aufmerksame Person der Kantonspolizei Zürich verdächtige Wahrnehmungen im Umfeld einer Gewerbeliegenschaft in Höri.

Polizei.news | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Tatort: Waffengeschäft in Höri, Kanton Zürich.
  • Zeitpunkt: Samstag, 31. Oktober 2026, kurz nach 4.30 Uhr.
  • Alarmierung: Eine aufmerksame Person meldete verdächtige Beobachtungen.
  • Polizeieinsatz: Mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Zürich rückten aus.
  • Festnahmen: Drei französische Staatsangehörige im Alter von 21, 23 und 23 Jahren.
  • Diensthund: Naruk vom blauen Mistral der Stadtpolizei Winterthur spürte den dritten Verdächtigen auf.
  • Tatfahrzeug: Ein Auto mit französischen Kontrollschildern wurde sichergestellt.
  • Fahrzeugherkunft: Das Auto war im Februar 2026 im Kanton Bern gestohlen worden.
  • Deliktsgut: Nach aktuellem Ermittlungsstand wurde nichts erbeutet.
  • Weitere Schritte: Die Verdächtigen werden der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Polizei entdeckt Einbruchspuren an Waffengeschäft

Sofort rückten mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Zürich aus und stellten Einbruchspuren an einem Waffengeschäft fest. Kurz nach dem Eintreffen der Polizei, ergriffen zwei unbekannte Männer die Flucht. Einer konnte zu Fuss durch einen Kantonspolizisten eingeholt und festgenommen werden. Dem anderen gelang vorerst die Flucht.

Die Polizistinnen und Polizisten stellten in der unmittelbaren Umgebung ein abgestelltes Auto mit französischen Kontrollschildern fest. Bei der Überprüfung des Fahrzeugs entdeckten sie darin ein Mann, der sich versteckte. Auch er wurde festgenommen.

Diensthund Naruk spürt dritten Verdächtigen auf

Im Verlauf der Fahndung nach dem geflohenen Dritten gelang es gegen 6 Uhr dem Diensthund Naruk vom blauen Mistral, zusammen mit seinem Diensthundeführer der Stadtpolizei Winterthur, eine Fährte des Flüchtigen aufzunehmen und einen Mann aufzuspüren, der sich unweit des Tatorts versteckt hielt. Er wurde festgenommen.

Drei Franzosen festgenommen – Auto war gestohlen

Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich um einen 21-jährigen, sowie zwei 23-jährige Franzosen. Gemäss dem aktuellen Ermittlungsstand konnten die Täter kein Deliktsgut erbeuten. Das mutmasslich von ihnen verwendete Fahrzeug ist im Fahndungsregister verzeichnet, weil es im Februar 2026 im Kanton Bern entwendet worden war. Das Auto wurde sichergestellt. Die mutmasslichen Einbrecher werden nach den polizeilichen Befragungen der Staatsanwaltschaft zugeführt.

 

Quelle: Kantonspolizei Zürich
Bildquelle: Stadtpolizei Winterthur


Polizei.news informiert | Diensthunde und Einbruchprävention

Wie Polizeihunde flüchtige Personen aufspüren – und was bei einem Einbruchverdacht wichtig ist

Polizeihunde übernehmen im Einsatz unterschiedliche Aufgaben. Besonders eindrücklich ist ihre Fähigkeit, Geruchsspuren wahrzunehmen und Menschen auch dann aufzuspüren, wenn diese für Einsatzkräfte nicht mehr sichtbar sind. Ebenso entscheidend für erfolgreiche Polizeiarbeit sind aufmerksame Personen, die verdächtige Beobachtungen rechtzeitig melden und dabei ihre eigene Sicherheit beachten.

1. Wie funktioniert die Personensuche mit einem Polizeihund?

Hunde besitzen einen hoch entwickelten Geruchssinn. Speziell ausgebildete Polizeihunde können diesen nutzen, um menschlichen Geruchsspuren zu folgen oder Personen in einem Suchgebiet aufzuspüren.

Bei einer Fährtensuche orientiert sich der Hund an Geruchsinformationen, die entlang eines zurückgelegten Weges vorhanden sind. Je nach Ausbildung und Aufgabe kommen unterschiedliche Suchverfahren zum Einsatz.

Wichtig: Nicht jeder Polizeihund wird für dieselben Aufgaben ausgebildet. Es gibt beispielsweise Hunde für die Personensuche, für das Aufspüren bestimmter Stoffe oder für weitere spezialisierte Einsatzbereiche.

Wie gut eine Suche gelingt, hängt unter anderem von den Umweltbedingungen, dem Gelände, der Beschaffenheit der Spur und der Ausbildung des Hundes ab. Eine erfolgreiche Suche ist deshalb immer das Ergebnis des Zusammenspiels zwischen Tier und Hundeführerin beziehungsweise Hundeführer.

2. Was sollten Sie bei einem vermuteten Einbruch tun?

Wer nachts verdächtige Geräusche bei einem Geschäft hört, beschädigte Türen entdeckt oder Personen beobachtet, die sich auffällig verhalten, sollte zunächst auf die eigene Sicherheit achten.

Polizeinotruf 117: Besteht der Verdacht, dass gerade ein Einbruch stattfindet, sollte die Polizei möglichst rasch verständigt werden. Beschreiben Sie dabei den genauen Ort und das beobachtete Verhalten.

Abstand halten: Versuchen Sie nicht, unbekannte Personen selbst anzuhalten oder zu verfolgen. Gerade bei einem Einbruch in ein besonders gesichertes Geschäft kann nicht eingeschätzt werden, welche Gefahren bestehen.

Beobachtungen weitergeben: Hilfreich können Angaben zur Anzahl der Personen, zur Kleidung, zu Fahrzeugen, zur Fahrtrichtung und zum Zeitpunkt sein. Kontrollschilder sollten nur dann notiert werden, wenn dies gefahrlos möglich ist.

Verändern Sie mögliche Spuren am Tatort nicht. Die Polizei entscheidet, welche weiteren Massnahmen zur Sicherung und Untersuchung erforderlich sind.

3. Einbruchschutz für Gewerbebetriebe

Geschäfte und Gewerbeliegenschaften können durch aufeinander abgestimmte bauliche, technische und organisatorische Massnahmen besser gegen Einbruchversuche geschützt werden.

Mechanische Sicherung: Widerstandsfähige Türen, geeignete Schlösser, gesicherte Fenster und fachgerecht montierte Schliesssysteme können einen gewaltsamen Zutritt erschweren.

Alarmierung: Eine fachgerecht geplante Einbruchmeldeanlage kann helfen, einen Einbruchversuch frühzeitig zu erkennen. Entscheidend ist auch, dass bei einer Alarmmeldung die vorgesehenen Abläufe funktionieren.

Zutrittskontrolle: Schlüssel, Zugangskarten und Codes sollten sorgfältig verwaltet und bei Personalwechseln oder einem Verlust rechtzeitig angepasst werden.

Für besonders schutzbedürftige Betriebe sind zusätzlich die jeweiligen gesetzlichen Sicherheitsvorgaben und eine individuelle Sicherheitsplanung massgebend. Allgemeine Tipps ersetzen keine fachkundige Risikoanalyse.

Gut zu wissen: Wer verdächtige Beobachtungen meldet, muss nicht selbst feststellen, ob tatsächlich eine Straftat vorliegt. Wichtig ist, konkrete Wahrnehmungen möglichst genau und ohne Vermutungen weiterzugeben.

Praktischer Tipp: Speichern Sie die Polizeinotrufnummer 117 im Mobiltelefon. Halten Sie bei einer Meldung zuerst den Ort und die Art Ihrer Beobachtung bereit. Bleiben Sie anschliessend erreichbar, falls die Einsatzkräfte Rückfragen haben.

Weitere Informationen: Wissenswertes über die Ausbildung und Arbeit von Diensthunden bietet Polizeihunde Aktuell. Weitere Hinweise zum Einbruchschutz finden Sie bei Einbruch-Meldungen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion