Ex-SCB-Goalie Reideborn wechselt nach Wien

Adam Reideborn hat nach seinem Abschied vom SC Bern einen neuen Club gefunden. Der 34-jährige Schwede schliesst sich den Vienna Capitals an und erhält beim österreichischen Hauptstadtclub zunächst einen Vertrag bis Mitte Oktober. Die Verpflichtung ist eine direkte Reaktion auf die Verletzungen der beiden Goalies Sebastian Wraneschitz und Max Zimmermann.

Damit endet für Reideborn eine mehrere Monate dauernde Suche nach einem neuen Arbeitgeber.

Nach drei Jahren in der National League führt sein Weg nun in die österreichische ICE Hockey League.

Wien reagiert auf zwei verletzte Goalies

Die Vienna Capitals standen kurzfristig vor einem Problem auf der Torhüterposition.

Sowohl Sebastian Wraneschitz als auch Max Zimmermann fallen wegen Unterkörperverletzungen aus. Der Club reagiert deshalb mit einem prominenten Kurzzeittransfer.

Reideborn soll die Situation im Tor stabilisieren und den Capitals zusätzliche Erfahrung geben.

Sein Vertrag ist zunächst bis Mitte Oktober befristet. Damit ist klar, dass Wien die Verpflichtung vor allem als kurzfristige Lösung betrachtet.

Wie es danach weitergeht, dürfte unter anderem davon abhängen, wie schnell die verletzten Torhüter zurückkehren und wie sich Reideborn in den kommenden Wochen präsentiert.

Drei Jahre beim SC Bern

In der Schweiz ist Reideborn bestens bekannt.

Der Schwede wechselte 2023 von ZSKA Moskau zum SC Bern und verbrachte anschliessend drei Spielzeiten in der Bundesstadt.

Insgesamt kam er während seiner Zeit in der National League auf mehr als 100 Einsätze.

Der SCB entschied sich im Sommer jedoch für einen grundlegenden Umbau auf der Torhüterposition. Connor Hughes wechselte von Lausanne nach Bern und erhielt einen langfristigen Vertrag.

Damit war für Reideborn kein Platz mehr vorgesehen.

Mehr zum Umbau der Berner Mannschaft gibt es im Überblick über die wichtigsten Veränderungen beim SC Bern vor der neuen National-League-Saison.

Grosse internationale Erfahrung

Für die Vienna Capitals ist Reideborn nicht einfach irgendeine Notlösung.

Der Schwede verfügt über umfangreiche Erfahrung aus mehreren europäischen Topligen. Vor seiner Zeit in Bern spielte er unter anderem in der SHL und während vier Spielzeiten in der KHL.

Mit ZSKA Moskau gewann er zweimal den Gagarin Cup.

Auch für die schwedische Nationalmannschaft stand Reideborn mehrfach im Tor und gehörte in verschiedenen Phasen zum erweiterten Kreis von Tre Kronor.

In der Saison 2017/18 wurde er nach starken Leistungen bei Djurgårdens IF zudem als bester Torhüter der schwedischen Liga ausgezeichnet.

Bereits am Samstag wartet der nächste Test

Lange Eingewöhnungszeit bleibt Reideborn nicht.

Die Vienna Capitals bestreiten bereits am Samstag ihr einziges Vorbereitungsspiel vor heimischem Publikum. Um 14.00 Uhr empfangen die Wiener HK Dukla Trencin.

Der Start in die ICE Hockey League folgt am 18. September auswärts beim HCB Südtirol.

Damit könnte Reideborn bereits sehr schnell eine wichtige Rolle übernehmen.

Für den früheren SCB-Goalie eröffnet sich zugleich eine interessante Chance. Aus einem zunächst kurzen Engagement kann sich bei überzeugenden Leistungen durchaus eine neue Perspektive ergeben.

Nach drei Jahren in Bern ist jedenfalls klar: Adam Reideborn bleibt dem europäischen Spitzeneishockey erhalten – vorerst im Tor der Vienna Capitals.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert