Acht Schweizer in der Champions League – Akanji trifft zum Auftakt auf Real Madrid
von belmedia Redaktion Allgemein Champions League Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Champions League startet am Dienstagabend in ihre neue Ligaphase – und acht Schweizer stehen in den UEFA-Kadern der 36 Teilnehmer. Manuel Akanji bekommt es mit Inter Mailand gleich zum Auftakt auswärts mit Real Madrid zu, Gregor Kobel empfängt mit Borussia Dortmund Villarreal. Auch Yann Sommer beginnt mit seinem neuen Klub Club Brügge am Dienstagabend.
Aus Schweizer Sicht bietet die Königsklasse damit trotz fehlendem Super-League-Vertreter zahlreiche interessante Geschichten. Neben den etablierten Nationalspielern haben es mit Cheveyo Tsawa, Andrej Vasovic, Luca Jaquez und Loun Srdanovic auch mehrere junge Schweizer in die Champions-League-Aufgebote geschafft.
Johan Manzambi ist ebenfalls für Aston Villa gemeldet, kann beim Auftakt in Brügge wegen seiner Knieverletzung aber noch nicht eingreifen. Dass der Schweizer trotz seines Ausfalls im UEFA-Kader steht, war bereits bei der Bekanntgabe des Champions-League-Aufgebots von Aston Villa ein Thema.
Akanji bekommt es mit Real Madrid zu tun
Das prominenteste Schweizer Duell des ersten Abends steigt um 21.00 Uhr im Santiago Bernabéu.
Inter Mailand gastiert bei Real Madrid. Manuel Akanji gehört bei den Italienern zu den wichtigen Spielern in der Defensive und wird auch von der UEFA für die mögliche Startformation der Nerazzurri geführt.
Der 31-Jährige besitzt enorme Erfahrung in der Königsklasse. Akanji gewann die Champions League 2023 mit Manchester City und absolvierte bislang mehr als 60 Partien in der Hauptrunde beziehungsweise Ligaphase und K.-o.-Phase des Wettbewerbs.
In Madrid wartet allerdings sofort eine der schwierigsten Aufgaben der gesamten Ligaphase. Real verfügt mit Spielern wie Kylian Mbappé und Vinícius Júnior über enorme individuelle Qualität.
Kobel startet mit Dortmund gegen Villarreal
Auch Gregor Kobel dürfte am Dienstag von Beginn an auf dem Platz stehen.
Borussia Dortmund empfängt um 21.00 Uhr Villarreal. Der Schweizer Nationaltorhüter ist beim BVB weiterhin die klare Nummer 1 und gehört zu den erfahrensten Schweizer Champions-League-Spielern der aktuellen Generation.
Für Dortmund beginnt die europäische Saison allerdings mit personellen Problemen in der Defensive. Nico Schlotterbeck und Ramy Bensebaini fehlen gesperrt, Filippo Mane fällt verletzt aus.
Umso wichtiger dürfte Kobels Rolle gegen die Spanier werden.
Drei Schweizer bei Club Brügge
Die grösste Schweizer Fraktion besitzt in dieser Champions-League-Saison Club Brügge.
Yann Sommer wechselte im Sommer von Inter Mailand nach Belgien und ist bei Brügge als Nummer 1 eingeplant. Zum Auftakt gegen Aston Villa wird der 37-Jährige auch in der von der UEFA erwarteten Startformation geführt.
Neben Sommer stehen zwei junge Schweizer im Champions-League-Kader: Cheveyo Tsawa und Andrej Vasovic.
Der 19-jährige Tsawa spielt im Mittelfeld und trägt die Nummer 16. Der erst 18-jährige Vasovic gehört zum Angriff und läuft mit der Nummer 77 auf.
Für beide ist bereits die Aufnahme in den Champions-League-Kader ein bedeutender Schritt in ihrer Entwicklung.
Manzambi verpasst das Schweizer Duell
Auf der Gegenseite steht mit Johan Manzambi eigentlich ein weiterer Schweizer.
Der 20-jährige Nationalspieler gehört zum Aufgebot von Aston Villa, muss den Auftakt in Brügge allerdings verletzt verfolgen. Manzambi fällt weiterhin wegen Knieproblemen aus.
Damit kommt es um 18.45 Uhr nicht zum direkten Schweizer Duell auf dem Spielfeld.
Manzambi war im Sommer nach einer starken Saison beim SC Freiburg zu Aston Villa gewechselt und gehört zu den spannendsten jungen Schweizer Spielern im Ausland.
Srdanovic mit Lille gegen Real Betis
Ein weniger bekannter Schweizer Name findet sich im Kader von Lille.
Loun Srdanovic wurde vom französischen Klub für die Ligaphase gemeldet. Der 20-jährige Verteidiger wurde bei Servette ausgebildet und gehört weiterhin zum Schweizer Nachwuchs-Nationalteam.
Lille empfängt am Dienstag um 21.00 Uhr Real Betis.
Srdanovic dürfte zunächst nicht zur Startelf gehören. Dass er im Champions-League-Kader neben Spielern wie Olivier Giroud und Ethan Mbappé steht, unterstreicht jedoch seine Entwicklung in Frankreich.
Jaquez folgt am Mittwoch mit Stuttgart
Der achte Schweizer kommt erst am Mittwoch zum Zug.
Luca Jaquez gehört zum Champions-League-Aufgebot des VfB Stuttgart. Die Deutschen starten um 18.45 Uhr zuhause gegen Viking Stavanger in die Ligaphase.
Der 23-jährige Innenverteidiger ist damit der einzige Schweizer im für die Ligaphase gemeldeten Stuttgarter Kader.
Leonidas Stergiou steht zwar ebenfalls beim VfB unter Vertrag, wurde von Stuttgart aber nicht für die Ligaphase registriert.
Eine vergleichbare Situation gibt es bei AEK Athen: Dereck Kutesa spielt für den griechischen Klub, gehört jedoch nicht zum gemeldeten Champions-League-Kader.
36 Teams kämpfen um die K.-o.-Phase
Die Champions League wird zum dritten Mal im neuen Format mit einer gemeinsamen Ligaphase und 36 Mannschaften ausgetragen.
Jeder Klub absolviert acht Partien gegen acht verschiedene Gegner. Die besten acht Mannschaften der Gesamttabelle qualifizieren sich direkt für den Achtelfinal.
Die Teams auf den Plätzen 9 bis 24 müssen in die Zwischenrunde. Für alle Mannschaften ab Rang 25 ist die Europacup-Saison beendet.
Der erste Spieltag erstreckt sich von Dienstag bis Donnerstag. Die Ligaphase endet am 27. Januar 2027, der Champions-League-Final findet am 5. Juni 2027 im Estadio Metropolitano in Madrid statt.
Für die Schweizer Spieler beginnt der Weg dorthin schon am Dienstagabend – mit Akanji gegen Real Madrid, Kobel gegen Villarreal und gleich drei Schweizern im Kader von Club Brügge.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert