Kobel und Manzambi für Ballon-d’Or-Auszeichnungen nominiert

Grosse Ehre für den Schweizer Fussball: Gregor Kobel und Johan Manzambi stehen auf den Shortlists für zwei Auszeichnungen rund um den Ballon d’Or 2026. Kobel gehört zu den zehn Kandidaten für den Preis als bester Torhüter des Jahres, Manzambi ist für die Auszeichnung als bestes junges Talent nominiert. Die Gewinner werden am 26. Oktober in London gekürt.

Die Organisatoren des Ballon d’Or veröffentlichten die Nominationen am Dienstag. Gleich zwei Schweizer Nationalspieler dürfen sich damit Hoffnungen auf eine der prestigeträchtigen individuellen Auszeichnungen machen.

Gregor Kobel wird für seine starken Leistungen bei Borussia Dortmund und mit der Schweizer Nationalmannschaft gewürdigt. Der 28-Jährige absolvierte im relevanten Zeitraum 61 Partien und blieb dabei 24-mal ohne Gegentor.

Johan Manzambi gehört nach seinem rasanten Aufstieg zu den zehn Anwärtern auf den Preis als bestes junges Talent des Jahres. Der 20-Jährige wechselte nach einer starken Saison beim SC Freiburg und einer überzeugenden Weltmeisterschaft im Sommer zu Aston Villa.

Kobel gehört zu den zehn besten Torhütern

Für Gregor Kobel ist die Nomination eine weitere internationale Anerkennung seiner konstant starken Leistungen.

Der Schweizer Nationalgoalie bestritt gemäss den offiziellen Ballon-d’Or-Daten im Bewertungszeitraum 61 Spiele für Borussia Dortmund und die Nationalmannschaft. Dabei kassierte er 70 Gegentore und verbuchte 24 Partien ohne Gegentreffer.

Besonders im Fokus stand Kobel auch bei der Weltmeisterschaft 2026. Die Schweiz erreichte erstmals seit 72 Jahren wieder einen WM-Viertelfinal.

Im Achtelfinal gegen Kolumbien wurde der Dortmunder im Penaltyschiessen zum Schweizer Helden. Kobel parierte den Versuch von Cucho Hernández und half der Nati damit entscheidend beim Einzug in die Runde der letzten acht.

Prominente Konkurrenz für den Schweizer

Die Konkurrenz bei der Wahl zum besten Torhüter des Jahres ist hochkarätig. Neben Kobel wurden unter anderem Thibaut Courtois von Real Madrid, Emiliano Martínez, David Raya von Arsenal und Unai Simón von Athletic Bilbao nominiert.

Ebenfalls auf der zehnköpfigen Liste stehen Yassine Bounou, Joan García, Édouard Mendy, Matvey Safonov und Vozinha.

Über die Auszeichnung entscheidet eine internationale Jury aus Fachjournalisten. Individuelle Leistungen, Erfolge mit der Mannschaft sowie Fairplay und Auftreten fliessen in die Bewertung ein.

Manzambi nach Traumsaison unter den grössten Talenten

Auch Johan Manzambi hat es auf eine der begehrten Shortlists geschafft. Der Schweizer Mittelfeldspieler ist für den Preis als bestes junges Talent des Jahres nominiert.

Manzambi entwickelte sich in der Saison 2025/26 beim SC Freiburg zu einem der auffälligsten jungen Spieler der Bundesliga. Anschliessend gelang ihm bei der Weltmeisterschaft der endgültige internationale Durchbruch.

Für die Schweiz erzielte der Genfer bei der WM drei Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor. Eine Knieverletzung stoppte ihn vor dem Achtelfinal und verhinderte weitere Einsätze in der K.-o.-Phase.

Seine Leistungen sorgten dennoch für grosses Interesse auf dem Transfermarkt. Aston Villa verpflichtete den 20-Jährigen im Sommer. Damit wurde Manzambi zum teuersten Schweizer Fussballer der Geschichte.

Yamal gehört zu Manzambis Konkurrenten

Manzambi trifft bei der Wahl auf einige der grössten Nachwuchstalente des Weltfussballs.

Zu den zehn Nominierten gehören unter anderem Barcelona-Star Lamine Yamal, Pau Cubarsí, Lennart Karl von Bayern München, Ibrahim Maza von Bayer Leverkusen und Warren Zaïre-Emery von Paris Saint-Germain.

Komplettiert wird die Liste durch Kerim Alajbegovic, Ayyoub Bouaddi, Yan Diomandé und Éli Junior Kroupi.

Für den Nachwuchspreis kommen Spieler infrage, die am 31. Juli 2026 noch keine 21 Jahre alt waren. Bewertet werden die Leistungen zwischen Anfang August 2025 und dem Ende der Weltmeisterschaft im Juli 2026.

Entscheidung fällt am 26. Oktober in London

Die Gewinner werden bei der 70. Ballon-d’Or-Verleihung am Montag, 26. Oktober 2026, bekannt gegeben.

Die Gala findet dieses Jahr erstmals in London statt. Mit dem Wechsel nach England erinnern die Veranstalter auch an Stanley Matthews, der 1956 als erster Spieler überhaupt mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet wurde.

Für den Schweizer Fussball ist bereits die doppelte Nomination ein bemerkenswertes Zeichen. Mit Kobel steht ein etablierter Nationalspieler unter den besten Torhütern, während Manzambi nach seinem internationalen Durchbruch zu den herausragenden jungen Spielern der vergangenen Saison gezählt wird.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
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