Matthew Brennan gewinnt vierte Vuelta-Etappe – Van Aert liefert perfekte Vorarbeit

Matthew Brennan bleibt bei der Vuelta a España 2026 das Mass der Dinge im Sprint. Der 21-jährige Brite gewinnt die 16. Etappe über 181,1 Kilometer von Cortegana nach La Rábida und feiert bereits seinen vierten Tagessieg bei seiner ersten Grand Tour. Bryan Coquard und Vito Braet komplettieren das Podest, während Enric Mas das Rote Trikot problemlos verteidigt.

Brennan benötigte für die Etappe durch die Provinz Huelva 3:56:33 Stunden. Im Massensprint setzte sich der Fahrer von Visma-Lease a Bike klar vor dem Franzosen Bryan Coquard und dem Belgier Vito Braet durch.

Eine entscheidende Rolle spielte erneut Wout van Aert. Der Belgier übernahm im Finale die Vorarbeit und brachte seinen jungen Teamkollegen in eine nahezu perfekte Ausgangsposition.

Mit dem vierten Etappensieg baut Brennan seine beeindruckende Bilanz bei dieser Vuelta weiter aus. Visma-Lease a Bike kommt dank Brennan und den zwei Erfolgen von Van Aert inzwischen auf sechs Tagessiege.

Van Aert lanciert Brennan perfekt

Die Entscheidung fiel wie erwartet im Sprint. Visma-Lease a Bike hatte die Ausreisser des Tages kontrolliert und verhinderte, dass sich die fünfköpfige Fluchtgruppe entscheidend absetzen konnte.

Auf den letzten Kilometern übernahm das niederländische Team endgültig das Kommando. Van Aert setzte sich an die Spitze und zog Brennan bis unmittelbar vor die entscheidenden Meter.

Der 21-Jährige musste anschliessend nur noch vollenden. Brennan beschleunigte aus der idealen Position und liess seinen Konkurrenten keine Chance.

Coquard sicherte sich Rang zwei, Braet wurde Dritter. Jordi Meeus folgte auf dem vierten Platz vor Magnus Cort Nielsen. Van Aert rollte nach seiner Arbeit für Brennan selbst noch als Sechster über die Ziellinie.

Vier Siege bei der ersten Grand Tour

Brennans Auftritt bei seiner ersten dreiwöchigen Landesrundfahrt wird immer beeindruckender. Bereits vor dem zweiten Ruhetag hatte der junge Brite drei Etappen gewonnen.

Seinen dritten Erfolg hatte Brennan auf der 11. Etappe von Cartagena nach Lorca gefeiert. Auch damals profitierte er von der starken Unterstützung Van Aerts. Nun hat der Brite seine Serie fortgesetzt und seinen bisherigen Vuelta-Hattrick um einen vierten Tagessieg erweitert.

Gemeinsam dominieren Brennan und Van Aert bislang vor allem die flacheren und mittelschweren Etappen. Van Aert selbst gewann zwei Tagesabschnitte, Brennan steht nun bei vier Erfolgen.

Damit stammen sechs der ersten 16 Etappensiege dieser Vuelta vom Team Visma-Lease a Bike.

Ausreisser ohne Chance auf den Tagessieg

Zu Beginn der Etappe versuchte eine fünfköpfige Gruppe ihr Glück. Kevin Vermaerke, Valentin Madouas, Simon Dalby, Jasha Sütterlin und Roland Thalmann konnten sich vom Feld lösen.

Der Vorsprung blieb jedoch stets kontrollierbar und wuchs nie entscheidend an. Besonders Visma und Cofidis hielten das Tempo im Hauptfeld hoch, weil beide Teams auf einen Massensprint setzten.

Auch der angekündigte Wind auf den letzten rund 35 Kilometern sorgte letztlich nicht für grössere Zeitabstände. Die Anwärter auf den Gesamtsieg erreichten das Ziel gemeinsam mit dem Hauptfeld.

Enric Mas bleibt souverän in Rot

Im Gesamtklassement änderte sich an der Spitze nichts. Enric Mas bleibt mit einer Gesamtzeit von 56:02:29 Stunden Leader der Vuelta.

Der Spanier liegt weiterhin 2:06 Minuten vor Felix Gall. Primož Roglič folgt als Dritter mit lediglich vier weiteren Sekunden Rückstand auf den Österreicher.

Richard Carapaz belegt mit 4:24 Minuten Rückstand Rang vier, Oscar Onley ist mit 5:44 Minuten Rückstand Fünfter.

Damit bleibt der Kampf um den Gesamtsieg vor den entscheidenden Tagen der Rundfahrt offen.

Nächste Sprintchance in Sevilla

Am Mittwoch folgt die 17. Etappe über 185 Kilometer von Dos Hermanas nach Sevilla. Das flache Profil bietet Brennan und den anderen schnellen Fahrern erneut eine Gelegenheit.

Danach verändert sich der Charakter der Vuelta deutlich. Am Donnerstag steht das 32,1 Kilometer lange Einzelzeitfahren von El Puerto de Santa María nach Jerez de la Frontera an.

Es folgen die Bergankunft auf Peñas Blancas und am Samstag die schwere Etappe zum Collado del Alguacil. Dort dürfte die Entscheidung im Kampf um das Rote Trikot fallen, bevor die Rundfahrt am Sonntag in Granada endet.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
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