Kriens-Luzern empfängt Magdeburg zum historischen Champions-League-Heimspiel

Der HC Kriens-Luzern steht vor dem nächsten historischen Abend seiner Klubgeschichte. Der Schweizer Meister empfängt heute um 20.45 Uhr in der Pilatus Arena den SC Magdeburg und bestreitet damit erstmals überhaupt ein Heimspiel in der EHF Champions League. Mit dem deutschen Meister und Champions-League-Sieger von 2023 und 2025 wartet allerdings einer der härtesten Gegner Europas.

Kriens-Luzern hat bereits beim Auftakt gezeigt, dass es auf dieser Bühne mithalten kann. Beim polnischen Spitzenklub Industria Kielce verloren die Innerschweizer nur knapp mit 29:30. Marin Sipic war mit acht Treffern bester Krienser Torschütze. Magdeburg setzte dagegen gleich ein Ausrufezeichen und zerlegte Kolstad Håndball mit 37:22. Ómar Ingi Magnússon erzielte dabei sieben Tore.

Für Kriens-Luzern ist der Abend unabhängig vom Resultat ein Meilenstein. Erst vor einer Woche feierte der Klub beim Champions-League-Debüt in Kielce seine Premiere in der europäischen Königsklasse. Nun folgt das erste Heimspiel in der neuen Pilatus Arena – gegen einen Gegner, den Trainer Andy Schmid derzeit als «beste Mannschaft der Welt» bezeichnet.

Magdeburg reist als klarer Favorit an

Der SC Magdeburg gehört seit Jahren zur absoluten europäischen Spitze. 2023 und 2025 gewann der deutsche Klub die Champions League, in der laufenden Saison führt er nach dem ersten Spieltag die Gruppe F an.

Auch national befindet sich Magdeburg bereits wieder in starker Form. Am vergangenen Wochenende gewann die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert gegen Wetzlar mit 38:30 und behauptete damit die Tabellenführung in der deutschen Bundesliga.

Wiegert warnt trotzdem davor, den Schweizer Meister zu unterschätzen. Kriens-Luzern sei für Magdeburg ein neuer Gegner und habe bereits gegen Kielce gezeigt, wie unangenehm die Mannschaft spielen könne.

Bilyk und Herburger kennen den Gegner bestens

Mehrere Akteure von Kriens-Luzern kennen den SC Magdeburg aus ihrer Zeit in Deutschland sehr gut. Lukas Herburger spielte jahrelang in der Bundesliga, Mykola Bilyk gehörte während zehn Jahren zu den wichtigsten Spielern des THW Kiel.

Auch Andy Schmid verfügt über enorme Erfahrung aus Deutschland. Der heutige Krienser Trainer spielte 13 Jahre bei den Rhein-Neckar Löwen und traf während seiner langen Bundesliga-Karriere regelmässig auf Magdeburg.

Diese Erfahrung könnte für den Schweizer Meister besonders wertvoll sein. Gegen einen Gegner mit enormer individueller Qualität wird Kriens-Luzern versuchen müssen, technische Fehler zu vermeiden und das Tempo der Gäste möglichst lange zu kontrollieren.

Pilatus Arena soll zum Faktor werden

Zusätzliche Hoffnung gibt dem HCKL die eigene Halle. Die Pilatus Arena erfüllt die Anforderungen für die Champions League und bietet dem Klub erstmals eine Infrastruktur, die auch auf europäischer Ebene konkurrenzfähig ist.

Für die Mannschaft ist die Premiere vor eigenem Publikum entsprechend speziell. Bilyk spricht von einem historischen Abend und einer spürbaren Vorfreude im gesamten Klub.

Die Ausgangslage in Gruppe F ist nach dem ersten Spieltag klar: Magdeburg führt mit zwei Punkten, während Kriens-Luzern trotz der starken Leistung in Kielce noch ohne Zähler dasteht. Nach dem heutigen Duell folgen im Oktober zwei Partien gegen Kolstad sowie die Rückspiele gegen Kielce und Magdeburg.

🏆 DAS WICHTIGSTE VOR DEM SPIEL

  • HC Kriens-Luzern – SC Magdeburg beginnt heute um 20.45 Uhr in der Pilatus Arena.
  • Für Kriens-Luzern ist es das erste Champions-League-Heimspiel der Klubgeschichte.
  • Kriens-Luzern verlor zum Auftakt nur 29:30 bei Industria Kielce.
  • Magdeburg startete mit einem 37:22 gegen Kolstad und führt die Gruppe F an.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert