Frischer und gepflegter aussehen: Concealer für Augenringe, Rötungen und Unreinheiten
von belmedia Redaktion #Schweizweit Allgemein Alltag Beauty beautytipps.ch Hautpflege Inspiration Lifestyle Magazine nachrichtenticker.ch News Produkte Regionen Schweiz Themen Tipps Trends wellnessaktuell.ch xund24.ch Zubehör Ⳇ Verbreitung
Ein guter Concealer soll nicht wie eine zusätzliche Make-up-Schicht aussehen. Er gleicht gezielt dunkle Schatten, Rötungen und einzelne Unreinheiten aus. Entscheidend sind die passende Farbe, eine geeignete Textur und eine sparsame Anwendung.
Ein einziges Produkt kann dabei mehrere Aufgaben übernehmen. Für ein natürliches Ergebnis sollte der Concealer jedoch jeweils anders ausgewählt und aufgetragen werden. Unter den Augen gelten andere Regeln als bei einem geröteten Pickel oder sichtbaren Äderchen.
Ein Concealer, drei unterschiedliche Aufgaben
Concealer enthält in der Regel mehr Farbpigmente als eine klassische Foundation. Er ist deshalb für den gezielten Einsatz auf kleinen Flächen gedacht. Wird er grosszügig im gesamten Gesicht verteilt, wirkt das Ergebnis schnell schwer oder unruhig.
Vor dem Kauf lohnt sich die Frage, was hauptsächlich abgedeckt werden soll:
- Augenringe: Hier eignet sich meist eine leichte, flexible Textur, die sich möglichst wenig in feinen Linien absetzt.
- Unreinheiten: Gefragt ist eine höhere Deckkraft in einem Farbton, der möglichst genau zur Haut oder Foundation passt.
- Rötungen: Ein hautfarbener Concealer genügt bei leichten Rötungen häufig. Bei stärkeren Farbunterschieden kann zuvor ein farbkorrigierendes Produkt helfen.
Wer alle drei Aufgaben mit demselben sehr hellen Concealer lösen möchte, erhält oft ein ungleichmässiges Ergebnis. Ein aufgehellter Pickel fällt schliesslich eher stärker auf, statt optisch zu verschwinden.
Den richtigen Farbton finden
Der Farbton sollte möglichst bei Tageslicht geprüft werden. Der Handrücken ist dafür nur bedingt geeignet, denn seine Farbe unterscheidet sich häufig vom Gesicht. Besser ist ein Test direkt an der Kieferlinie oder, sofern hygienisch möglich, an der vorgesehenen Gesichtspartie.
Für Unreinheiten und Pigmentflecken sollte der Concealer der umgebenden Haut möglichst genau entsprechen. Unter den Augen darf er etwas heller sein, wenn ein aufhellender Effekt gewünscht ist. Ein deutlich zu heller Ton kann jedoch gräulich aussehen und Schwellungen oder Hautstrukturen zusätzlich betonen.
Neben der Helligkeit spielt der Unterton eine wichtige Rolle. Manche Hauttöne wirken eher kühl und rosig, andere warm und golden oder neutral. Auch Concealer sind mit unterschiedlichen Untertönen erhältlich. Deshalb kann ein Produkt trotz passender Helligkeit fremd wirken, wenn sein Unterton nicht zur Haut passt.
Augenringe abdecken: Weniger wirkt häufig frischer
Dunkle Schatten unter den Augen können verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören sichtbare Blutgefässe unter der dünnen Haut, Pigmentierungen, die natürliche Gesichtsform oder Schatten, die durch eine ausgeprägte Tränenrinne entstehen. Concealer verändert diese Ursachen nicht. Er kann die Farbunterschiede jedoch optisch mildern.
Bei bläulichen oder violetten Augenschatten kann ein Hauch Pfirsich, Apricot oder Lachs die Farbe ausgleichen. Für sehr helle Haut reichen meist sanfte Pfirsichtöne. Bei dunkleren Hauttönen können kräftigere Orange- oder Terracottanuancen besser passen. Solche Corrector-Produkte sollten sehr dünn aufgetragen werden. Darüber folgt ein hautfarbener Concealer.
Statt die gesamte Augenpartie mit einem grossen Dreieck zu bedecken, genügt häufig wenig Produkt am inneren Augenwinkel und entlang der dunkelsten Stelle. Anschliessend wird es mit dem Finger, einem kleinen Pinsel oder einem leicht angefeuchteten Schwämmchen sanft eingeklopft. Reiben verschiebt das Produkt und kann die empfindliche Haut unnötig beanspruchen.
Wer bei der Anwendung noch unsicher ist, findet in diesem Einsteiger-Guide zum Auftragen von Concealer weitere praktische Hinweise.
Rötungen korrigieren: Grün mit Augenmass verwenden
Grün liegt Rot im Farbkreis gegenüber. Ein grüner Corrector kann deshalb gerötete Stellen optisch neutralisieren. Dabei ist Zurückhaltung gefragt: Eine winzige Menge auf der betroffenen Stelle reicht meistens aus. Wird zu viel Grün verwendet, kann die Haut fahl oder gräulich erscheinen.
Der Corrector wird vorsichtig eingeklopft und anschliessend mit einem hautfarbenen Concealer abgedeckt. Bei kleineren Rötungen rund um die Nase oder auf den Wangen ist dieser zusätzliche Schritt häufig gar nicht erforderlich. Dort genügt möglicherweise bereits ein gut deckender Concealer im passenden Hautton.
Bei anhaltender, brennender oder schuppender Rötung sollte das Make-up nicht zur Dauerlösung werden. Solche Veränderungen können unterschiedliche Ursachen haben und gehören bei Beschwerden medizinisch abgeklärt.
Unreinheiten abdecken, ohne die Haut unnötig zu reizen
Für einen Pickel oder ein Pickelmal eignet sich ein Concealer mit höherer Deckkraft und einem eher natürlichen bis matten Finish. Der Farbton sollte genau zur Haut passen. Schimmernde oder stark aufhellende Produkte lenken das Licht auf die Erhebung und lassen sie dadurch auffälliger erscheinen.
Am besten wird eine kleine Menge direkt auf die Stelle gesetzt. Danach werden lediglich die Ränder sanft mit der umgebenden Haut verbunden. Die Mitte darf ihre Deckkraft behalten. Ein feiner Pinsel ermöglicht dabei mehr Präzision als ein grosser Schwamm.
Bei zu Unreinheiten neigender Haut empfiehlt die American Academy of Dermatology, auf Hinweise wie «ölfrei», «nicht komedogen» oder «verstopft die Poren nicht» zu achten. Solche Angaben sind zwar keine Garantie dafür, dass jedes Produkt individuell vertragen wird. Sie bieten aber eine sinnvolle Orientierung.
Auf offene, nässende oder aufgekratzte Haut gehört kein Concealer. Bei entzündeten Stellen sollte der Applikator zudem möglichst nicht direkt mit der Haut in Berührung kommen. Eine kleine Produktmenge lässt sich stattdessen auf eine saubere Unterlage geben und von dort mit einem gereinigten Pinsel aufnehmen.
Welche Textur passt zur Haut?
Die Deckkraft allein entscheidet noch nicht darüber, ob ein Concealer gut aussieht. Ebenso wichtig ist seine Konsistenz.
- Trockene Haut: Leichte, cremige oder flüssige Formulierungen bleiben meist beweglicher. Eine sparsame Menge Puder verhindert ein trockenes, stumpfes Ergebnis.
- Normale und gemischte Haut: Ein mittelstark deckender Concealer, der sich schichtweise aufbauen lässt, ist vielseitig einsetzbar.
- Fettige Haut: Länger haftende, eher matte Texturen können sinnvoll sein. Auch sie sollten dünn aufgetragen und nur bei Bedarf fixiert werden.
- Empfindliche Haut: Eine kurze Inhaltsstoffliste und Produkte ohne Parfüm können die Auswahl erleichtern. Neue Kosmetik sollte zunächst an einer kleinen Hautstelle getestet werden.
- Reifere Haut: Flexible, fein pigmentierte Texturen wirken häufig vorteilhafter als dicke, stark trocknende Produkte, die sich in Mimiklinien sammeln können.
Schritt für Schritt zu einem natürlichen Ergebnis
- Haut vorbereiten: Das Gesicht sanft reinigen und eine zur Haut passende Pflege auftragen. Die Creme sollte vollständig eingezogen sein.
- Foundation zuerst verwenden: Wer Foundation trägt, gibt diese in der Regel vor dem Concealer auf die Haut. Dadurch wird sichtbar, an welchen Stellen überhaupt noch zusätzliche Deckkraft nötig ist.
- Mit wenig Produkt beginnen: Ein kleiner Punkt lässt sich leichter ergänzen als eine zu dicke Schicht korrigieren.
- Sanft einklopfen: Finger, Pinsel oder Schwämmchen sollten das Produkt nicht über die Haut ziehen.
- Bei Tageslicht kontrollieren: Künstliches Badezimmerlicht kann Farbunterschiede und harte Übergänge verbergen.
- Nur bei Bedarf abpudern: Ein Hauch fein gemahlener Puder erhöht die Haltbarkeit. Zu viel davon betont trockene Stellen und feine Linien.
Saubere Werkzeuge gehören zur Make-up-Routine
Pinsel und Schwämmchen nehmen bei jeder Anwendung Hautfett, Produktrückstände und abgestorbene Hautzellen auf. Die American Academy of Dermatology empfiehlt, Make-up-Pinsel wöchentlich zu reinigen und Kosmetikwerkzeuge nicht mit anderen Personen zu teilen.
Für die Reinigung genügt je nach Material ein mildes Reinigungsmittel oder eine geeignete Pinselseife. Anschliessend werden die Werkzeuge gründlich ausgespült und vollständig getrocknet. Pinsel sollten möglichst liegend trocknen, damit Wasser nicht tief in die Verklebung des Stiels läuft.
Auch das Abschminken am Abend ist wichtig. Concealer, Augen-Make-up und Foundation sollten vor dem Schlafengehen sanft entfernt werden. Daraus lässt sich eine kleine abendliche Pflegeroutine machen, die zugleich einen ruhigen Abschluss des Tages schafft.
Video-Tipp: Concealer richtig auftragen
Das deutschsprachige Tutorial von GLAMOUR Germany zeigt anschaulich, wie Concealer platziert, eingearbeitet und für ein natürliches Ergebnis fixiert wird.
Wann Concealer nicht die passende Antwort ist
Make-up kann Farbunterschiede kaschieren, ersetzt aber keine medizinische Abklärung. Stark entzündete, schmerzhafte oder wiederkehrende Unreinheiten sollten dermatologisch beurteilt werden. Das gilt ebenso für plötzlich auftretende Schwellungen, ausgeprägte Reizungen oder Veränderungen unmittelbar am Auge.
Auch ein Produkt, das bisher gut vertragen wurde, kann nach längerer Zeit Probleme verursachen. Ändern sich Geruch, Farbe oder Konsistenz, sollte es nicht weiterverwendet werden. Brennt oder juckt die Haut nach dem Auftragen, wird der Concealer am besten sofort vorsichtig entfernt.
Fazit
Ein natürliches Concealer-Ergebnis beginnt mit der richtigen Aufgabenverteilung: Augenringe brauchen eine flexible Textur und bei Bedarf eine sanfte Farbkorrektur. Für Unreinheiten zählt ein möglichst genauer Hautton, während Grün nur punktuell gegen deutliche Rötungen eingesetzt wird. Dünne Schichten, saubere Werkzeuge und ein prüfender Blick bei Tageslicht machen am Ende oft den grösseren Unterschied als maximale Deckkraft.
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