Tim Heed vor Ambri-Abschied – zwei Klubs interessiert
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Europa Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Tessin Themen Transfermarkt Vereine Ⳇ Verbreitung
Dem HC Ambri-Piotta droht auf die kommende Saison hin der Verlust eines seiner erfahrensten Verteidiger. Tim Heed könnte die Leventiner im Frühjahr 2027 verlassen und in seine schwedische Heimat zurückkehren. Mit Södertälje SK und Djurgårdens IF sollen sich gleich zwei traditionsreiche Klubs für den 35-jährigen Rechtsschützen interessieren.
Wie das schwedische Expressen berichtet und weitere schwedische Eishockeymedien aufgreifen, steht Heed bei beiden Vereinen auf der Wunschliste für die Saison 2027/28. Besonders Södertälje soll eine Rückkehr des Verteidigers anstreben. Der Klub möchte den ehemaligen eigenen Spieler offenbar unabhängig davon verpflichten, ob der Aufstieg in die höchste schwedische Liga gelingt. Bei Djurgården besteht ebenfalls Interesse, konkrete Verhandlungen sollen dort allerdings noch nicht laufen.
Für Ambri kommt die Meldung zu einem interessanten Zeitpunkt. Heeds Vertrag läuft nach der laufenden National-League-Saison aus. Gleichzeitig beschäftigt sich der Klub bereits intensiv mit der Zusammensetzung seiner künftigen Defensive. Wie bei der Kaderplanung von Ambri mit Noah Meier und Benjamin Quinn deutlich wird, könnten die Leventiner auf mehreren Verteidigerpositionen Veränderungen vornehmen.
Södertälje möchte seinen ehemaligen Spieler zurückholen
Das Interesse von Södertälje besitzt einen besonderen Hintergrund. Heed spielte bereits in jungen Jahren für den traditionsreichen schwedischen Klub und entwickelte sich dort zu einem vielversprechenden Verteidiger.
Eine Rückkehr wäre deshalb nicht nur eine sportliche Verstärkung, sondern auch die Verpflichtung eines Spielers mit einer engen Verbindung zum Verein.
Bemerkenswert ist vor allem, dass Södertälje eine Verpflichtung offenbar nicht vom sportlichen Abschneiden in der laufenden Saison abhängig machen möchte. Selbst bei einem Verbleib in der zweitklassigen HockeyAllsvenskan soll Heed ein Wunschspieler bleiben.
Das unterstreicht, welchen Stellenwert der erfahrene Verteidiger in den Überlegungen des Klubs einnimmt. Allerdings handelt es sich weiterhin um ein Transfergerücht. Eine Einigung oder eine offizielle Bestätigung liegt bislang nicht vor.
Auch Djurgården beschäftigt sich mit Heed
Mit Djurgårdens IF soll ein weiterer schwedischer Traditionsverein den Verteidiger beobachten.
Der Klub aus Stockholm sucht offenbar nach Erfahrung und offensiver Qualität für seine Defensive. Heed passt mit seinem Profil grundsätzlich zu diesen Anforderungen.
Der Schwede ist Rechtsschütze, verfügt über einen guten ersten Pass und kann im Überzahlspiel Verantwortung übernehmen. Gerade seine Fähigkeit, Angriffe von der blauen Linie einzuleiten, macht ihn für Mannschaften interessant, die zusätzliche offensive Impulse aus der Verteidigung benötigen.
Nach Informationen von HockeyNews sollen mit Djurgården derzeit allerdings noch keine konkreten Vertragsverhandlungen stattfinden.
Damit erscheint Södertälje nach dem gegenwärtigen Informationsstand als besonders interessierter Kandidat. Eine Entscheidung über Heeds Zukunft ist jedoch weiterhin offen.
Heed gehört zu Ambris wichtigen Offensivverteidigern
Heed wechselte 2021 nach Ambri und etablierte sich in der National League als offensiv orientierter Verteidiger.
Seine Qualitäten liegen vor allem im Spiel mit der Scheibe. Er kann Angriffe aufbauen, verfügt über einen gefährlichen Schuss und bringt Erfahrung aus unterschiedlichen internationalen Wettbewerben mit.
Vor seinem Engagement in der Schweiz spielte der Schwede unter anderem in Nordamerika und absolvierte Einsätze in der NHL für die San Jose Sharks.
Auch international konnte er sich empfehlen. Im Frühjahr 2026 gehörte Heed zum schwedischen Nationalmannschaftskader für die Weltmeisterschaft in der Schweiz.
Ambri hatte seinen Verteidiger bereits im April 2023 langfristig an den Verein gebunden. Der damals abgeschlossene Vertrag läuft offiziell bis zum Ende der Saison 2026/27.
Damit könnte Heed im kommenden Sommer ohne Ablösesumme nach Schweden wechseln, sofern keine Vertragsverlängerung zustande kommt.
Ambri muss seine Defensive neu ausrichten
Für Sportchef Lars Weibel stellt sich damit eine wichtige Frage: Soll Ambri weiterhin auf die Erfahrung und offensive Qualität des Schweden setzen oder die frei werdende Position für eine neue Lösung nutzen?
Heed beansprucht als ausländischer Verteidiger einen wichtigen Platz in der Kaderstruktur. Ein Abgang könnte Ambri deshalb auch auf dem internationalen Transfermarkt neue Möglichkeiten eröffnen.
Gleichzeitig beschäftigt sich der Verein mit jüngeren Schweizer Verteidigern. Noah Meier von den SCL Tigers und Benjamin Quinn von den Rapperswil-Jona Lakers gehören zu den diskutierten Kandidaten.
Allerdings unterscheiden sich diese Spieler in ihren Qualitäten deutlich von Heed. Während Meier insbesondere Mobilität und Tempo mitbringt, steht Quinn stärker für körperliche Präsenz.
Die offensive Kreativität und Erfahrung des Schweden wären damit nicht automatisch ersetzt.
Noch bleibt genügend Zeit für eine Entscheidung. Heed steht bei Ambri unter Vertrag, und die sportlichen Verpflichtungen der laufenden Saison haben Vorrang.
Dass sich bereits im Oktober mehrere Vereine mit seiner Zukunft beschäftigen, zeigt allerdings, dass der Transfermarkt für die Saison 2027/28 längst in Bewegung geraten ist.
- Vertrag: Der schwedische Verteidiger ist bis zum Ende der Saison 2026/27 an den HC Ambri-Piotta gebunden.
- Södertälje SK: Sein ehemaliger Klub soll besonders an einer Rückkehr interessiert sein, unabhängig von einem möglichen Aufstieg in die SHL.
- Djurgårdens IF: Der Stockholmer Verein zeigt laut schwedischen Medien ebenfalls Interesse. Konkrete Verhandlungen sind bislang nicht bekannt.
- Ambri: Der Klub beschäftigt sich bereits mit möglichen Veränderungen in seiner Defensive für die Saison 2027/28.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert