Franjo von Allmen (25) gewinnt Skieur d’Or – neunter Schweizer Preisträger
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika Bern Europa Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Thun Wintersport Ⳇ Verbreitung
Franjo von Allmen erhält eine der renommiertesten Auszeichnungen des alpinen Skisports. Der 25-jährige Berner Oberländer wird am Freitag, 30. Oktober 2026, von der Internationalen Vereinigung der Ski-Journalisten (AIJS) zum «Skieur d’Or» gewählt. Nach drei olympischen Goldmedaillen, zwei Weltcupsiegen und insgesamt sieben Weltcup-Podestplätzen in der vergangenen Saison setzt sich der Schweizer knapp vor der Italienerin Federica Brignone durch.
Die Wahl zum Skirennfahrer des Jahres würdigt nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch Persönlichkeit und den Umgang mit den internationalen Medien. Von Allmen erhält die traditionsreiche Serge-Lang-Trophäe erstmals. Neben Brignone gehört auch Marco Odermatt zu den Kandidaten, die Stimmen erhalten. Der Nidwaldner hatte die Auszeichnung bereits 2022 und 2024 gewonnen.
Von Allmen ist erst der neunte Schweizer, der seit der Einführung des Preises 1963 ausgezeichnet wird. Der Speed-Spezialist aus Boltigen reiht sich damit in eine Reihe mit Bernhard Russi, Pirmin Zurbriggen, Vreni Schneider und weiteren Schweizer Ski-Legenden ein. Mit der Heim-WM 2027 in Crans-Montana wartet bereits das nächste grosse Ziel auf den dreifachen Olympiasieger.
Drei olympische Goldmedaillen geben den Ausschlag
Den Grundstein für die Auszeichnung legt von Allmen im Februar bei den Olympischen Winterspielen von Mailand-Cortina.
Auf der anspruchsvollen Stelvio-Piste in Bormio gewinnt er zunächst die Abfahrt. Zwei Tage später holt er gemeinsam mit Tanguy Nef Gold in der Team-Kombination.
Im Super-G folgt der dritte Triumph. Von Allmen gewinnt vor dem Amerikaner Ryan Cochran-Siegle und seinem Schweizer Teamkollegen Marco Odermatt.
Damit wird er zu einem der erfolgreichsten Athleten dieser Winterspiele.
Sieben Weltcup-Podestplätze bestätigen seine Klasse
Auch ausserhalb der Olympischen Spiele überzeugt der Berner Oberländer mit konstant starken Leistungen.
Im Dezember gewinnt er die Abfahrt in Gröden. Am 1. Februar folgt vor heimischem Publikum der Triumph in Crans-Montana.
Hinzu kommen zweite Plätze in Gröden, Kitzbühel und beim Weltcupfinale in Lillehammer sowie dritte Ränge in Livigno und Wengen.
Die Saison beendet von Allmen auf dem zweiten Platz im Abfahrtsweltcup.
Knappes Rennen gegen Federica Brignone
Die Entscheidung der internationalen Fachjournalisten fällt knapp aus.
Von Allmen setzt sich mit wenigen Stimmen Vorsprung gegen Federica Brignone durch. Die Italienerin hatte nach einer schweren Knieverletzung ein beeindruckendes Comeback gefeiert und bei den Heimspielen ebenfalls zwei Goldmedaillen gewonnen.
Auch Marco Odermatt, Loïc Meillard, Mikaela Shiffrin, Lindsey Vonn und Lucas Pinheiro Braathen erhalten Stimmen.
AIJS-Präsident Patrick Lang würdigt neben von Allmens sportlichem Talent insbesondere dessen Persönlichkeit und seinen rasanten Aufstieg.
Der Preis berücksichtigt traditionell auch die Ausstrahlung der Athleten und ihre Zusammenarbeit mit den Medien.
Von Allmen tritt in grosse Schweizer Fussstapfen
Die Serge-Lang-Trophäe zählt zu den ältesten internationalen Ehrungen im Skisport.
Bernhard Russi gewann sie 1972 als erster Schweizer. Später folgten unter anderem Marie-Theres Nadig, Erika Hess, Maria Walliser und Pirmin Zurbriggen.
Auch Vreni Schneider, Carlo Janka und Marco Odermatt gehören zu den ausgezeichneten Schweizer Persönlichkeiten.
Mit von Allmen erhält nun ein weiterer Athlet aus dem Berner Oberland diese besondere Anerkennung.
Der Blick richtet sich bereits nach vorne
Von Allmen zeigt sich erfreut über die Auszeichnung, betont aber gleichzeitig seine Vorfreude auf den kommenden Winter.
Nach zwei Weltmeistertiteln 2025 und drei Olympiasiegen 2026 will der Schweizer seine Spitzenposition bestätigen.
Die ersten Speedrennen sind Ende November in Copper Mountain vorgesehen.
Der grosse Saisonhöhepunkt folgt im Februar 2027 mit den Weltmeisterschaften in Crans-Montana.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert