Aargau will Klosterhalbinsel Wettingen als Museumsstandort langfristig sichern
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Das Museum Aargau hat auf der Klosterhalbinsel Wettingen im Rahmen eines seit 2022 laufenden Pilotprojekts erfolgreich ein museales Angebot aufgebaut. Die Klosterhalbinsel Wettingen etablierte sich seither als lebendiger Kultur-, Vermittlungs- und Begegnungsort. Als Standort von Museum Aargau trägt er wesentlich zur kulturtouristischen Profilierung des Kantons Aargau bei.
Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat deshalb, die Klosterhalbinsel Wettingen dauerhaft als Standort von Museum Aargau weiterzubetreiben. Die öffentliche Anhörung dazu dauert vom 26. Juni bis 25. September 2026.
Pilotprojekt „Glaube, Macht, Wissen“ von 2022–2027
Die Klosteranlage Wettingen zählt zu den bedeutendsten national geschützten Baudenkmälern des Kantons Aargau und verfügt über herausragendes kulturtouristisches Potenzial. Das Kloster befindet sich im Besitz des Kantons. Die Kantonsschule Wettingen nutzt heute einen grossen Teil der Anlage für den Schulbetrieb.
Ausgehend von einem Vorstoss aus dem Grossen Rat gab der Regierungsrat seine Zustimmung für ein Pilotprojekt zum Aufbau der Klosterhalbinsel Wettingen als musealen Standort von Museum Aargau. Das Pilotprojekt umfasst ein Vorbereitungsjahr sowie eine sechsjährige operative Pilotphase im Zeitraum von 2022 bis 2027 und wird über den Swisslos-Fonds finanziert.
In Anlehnung an die beiden Hauptnutzungen des Areals als Kloster- und Bildungsstandort wurde der Themenkomplex „Glaube, Macht, Wissen“ als Vermittlungsschwerpunkt für die Klosterhalbinsel Wettingen definiert. Die Verbindung dieser drei Themen ist für die Schweizer Museumslandschaft einzigartig.
Im Rahmen des Pilotprojekts entstand auf der Klosterhalbinsel Wettingen ein vielfältiges Vermittlungsangebot für Individualbesuchende, Gruppen und Schulklassen. Der museale Pilotbetrieb startete mit der Saisoneröffnung im April 2022. Betrieblich besteht eine nutzbringende Zusammenarbeit mit der Kantonsschule Wettingen, welche nachhaltig Synergien aktiviert.
Pilotprojekt bestätigt kulturtouristische Attraktivität
Die Evaluation der Pilotphase für den Zeitraum 2022 bis 2025 zeigt, dass sich der Standort Klosterhalbinsel Wettingen als lebendiger Kultur-, Vermittlungs- und Begegnungsort etabliert hat. Der Standort verfügt über ein klares inhaltliches Profil und stösst beim Publikum auf grosses Interesse.
Die Kombination aus historischer Authentizität, moderner Vermittlung, regionaler Verankerung und innovativen Formaten erzeugt ein attraktives, zeitgemässes Angebot für ein breites Publikum. Die Ausstrahlung des Standorts zeigt sich auch in der Nomination für den internationalen Museumspreis „European Museum of the Year Award“ 2024.
Dauerhafte Integration in Museum Aargau
Das Pilotprojekt endet 2027. Aufgrund der positiven Entwicklung und des grossen Interesses am Vermittlungsangebot soll die Klosterhalbinsel Wettingen dauerhaft in die Strukturen von Museum Aargau integriert und als Standort betrieben werden. Damit kann der Kanton Aargau seine kulturtouristische Attraktivität weiter stärken und gleichzeitig die Position von Museum Aargau im Bereich der Kloster- und Bildungsgeschichte ausbauen.
Für die Verstetigung des musealen Angebots auf der Klosterhalbinsel Wettingen beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat einen Verpflichtungskredit für einen jährlich wiederkehrenden Bruttoaufwand von rund 650’000 Franken. Gleichzeitig wird mit Einnahmen von rund 100’000 Franken jährlich gerechnet. Der Beschluss untersteht dem fakultativen Referendum. Die öffentliche Anhörung für das Vorhaben dauert vom 26. Juni bis 25. September 2026.
Quelle: Kanton Aargau
Bildquelle: Kanton Aargau