Netflix setzt bei immer mehr Serien und Filmen auf Künstliche Intelligenz
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag Bildung & Arbeit Business Business business24.ch businessaktuell.ch Dienstleistungen Digitalisierung Experten Finanzen Innovation Inspiration Kultur Lifestyle Magazine Marken media24.ch Medien nachrichtenticker.ch News Produkte Projekte Strategie Technologie Themen Unternehmen Wirtschaft Ⳇ Verbreitung
Der US-Streaming-Riese Netflix nutzt immer mehr die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) bei der Produktion von Inhalten. Wie Co-CEO Ted Sarandos in der Finanzkonferenz zum zweiten Geschäftsquartal bekannt gegeben hat, kamen bei etwa 300 Titeln entsprechende KI-Tools zum Einsatz.
Laut dem vorliegenden Protokoll zur Konferenz von Netflix gewinnt generative KI über den gesamten kreativen Prozess – angefangen vom Konzept über die Vorvisualisierung bis in die Postproduktion und Auslieferung – zunehmend an Stellenwert. Input würden gekaufte Tools von InterPositive, die eigene VFX-Einheit Eyeline sowie ein eigenes Animationslabor liefern.
Halbe Arbeit, halbe Kosten
Um es konkret zu machen, verweist Sarandos auf die Dokumentationsserie «The American Experiment», wobei 17 Minuten davon mit Unterstützung entsprechender KI-Werkzeuge produziert worden seien. Dabei verweist der Manager insbesondere auf den Kostenfaktor, denn so habe Netflix in der Hälfte der Zeit und zu 50 Prozent weniger Ausgaben produziert.
Kein Ersatz durch KI-Content
Dass sich der Einsatz von KI für Netflix auszahlt, zeigen auch die Beispiele der indischen Serie «Glory» sowie der brasilianischen Miniserie «Brasil 70: A Saga do Tri». Laut einem Bericht von «Variety» wurden hierbei kostensparend Menschenmengen vergrössert und auch historische Schlachtszenen modelliert. Ein kompletter Ersatz durch KI-Content sei aber nicht geplant.
Netflix hat im zweiten Quartal 13,4 Prozent mehr umgesetzt und landet bei 12,56 Milliarden Dollar. Unter dem Strich steht damit ein Nettogewinn von 3,4 Milliarden Dollar. Auf operativer Seite ist gegenüber dem Vorjahresquartal ein leichter Rückgang von 34,1 auf 33,4 Prozent zu verzeichnen. Das Netflix-Papier hat auf dem Parkett nachbörslich rund neun Prozent verloren.
Quelle: pressetext.redaktion/Florian Fügemann
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