Mammoet realisiert komplexen Austausch von Fassadenkränen im Herzen von Den Haag
von belmedia Redaktion Allgemein Arbeitswelt architektenwelt.com Architektur Bau bauenaktuell.ch Baustelle Bauwerke Beruf Beschäftigung Betrieb Betrieb betriebseinrichtung.net Business Business business24.ch businessaktuell.ch Dach Dienstleistungen Europa Experten Fassade handwerker24.ch Infrastruktur Innovation Konzeption Magazine Management Maschinen nachrichtenticker.ch News Prävention Projekte Renovation Renovieren Service Sicherheit Strategie Technologie Themen Unternehmen Ⳇ Verbreitung
Mammoet hat gemeinsam mit Façade Access Solutions den Austausch von dachmontierten Fassadenkränen auf zwei benachbarten Regierungsgebäuden im niederländischen Den Haag realisiert. Durch präzise Planung konnten Sicherheit maximiert und Einschränkungen im stark frequentierten Stadtzentrum minimiert werden.
Städte können nicht stillstehen. Deshalb müssen Schwerlasthebungen so sicher wie möglich und mit minimalen Einschränkungen durchgeführt werden. Gebäude und andere unbewegliche Hindernisse müssen ebenso berücksichtigt werden wie die Sicherheit von Menschen, die in dicht besiedelten Stadtgebieten leben, arbeiten oder sich dort aufhalten.
Mammoet wurde von Façade Access Solutions, einem Unternehmen der Alimak Group, beauftragt, den Austausch von dachmontierten Building Maintenance Units auf zwei benachbarten niederländischen Regierungsgebäuden in Den Haag zu unterstützen. Jede neue Manntech Building Maintenance Unit bestand aus sechzehn Einzelteilen – von 200 Kilogramm schweren Winden bis hin zu 3.500 Kilogramm schweren Säulen und Fahrwerken –, die einzeln angehoben werden mussten.
Mammoet arbeitete gemeinsam mit Façade Access Solutions daran, die sicherste und effizienteste Methode für den Ausbau der alten Kräne und die Installation der neuen Systeme zu bestimmen. Dabei gab es mehrere Herausforderungen, darunter der äusserst begrenzte Platz am Boden für die Montage und den Betrieb eines geeigneten Krans.
Mammoet gelang es, den optimalen Kran sowie die passende Positionierung zu finden, um das Projekt sicher und mit minimalen Einschränkungen im politischen Zentrum der Niederlande umzusetzen.
Den besten Kran für das Projekt bestimmen
Entscheidend für die Lösung dieser komplexen Aufgabe war die Wahl des richtigen Krantyps. Der Kran musste eine Hubhöhe von 180 Metern erreichen und gleichzeitig auf engstem Raum auf Strassenniveau arbeiten können. Ein Raupenkran wurde zunächst in Betracht gezogen, jedoch verworfen, da das Gegengewicht mit einem nahegelegenen Viadukt hätte kollidieren können.
Nach weiteren Analysen fiel die Wahl stattdessen auf einen mobilen Kran vom Typ LTM 11200 mit einer maximalen Tragfähigkeit von 1.200 Tonnen. Der Kran wurde mit einem sogenannten Y Frame am Hauptausleger ausgestattet, um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten.
Den Kran mit dem weltweit grössten Teleskopausleger ins Zentrum der Stadt zu bringen, stellte eine besondere Herausforderung dar. Das Engineering-Team stellte ausserdem fest, dass es nur eine einzige Position gab, von der aus beide Gebäude erreicht werden konnten.
„Das lag am Y Frame“, erklärt Stefan Plugge, Projektmanager bei Mammoet.
„Wir mussten eine Position finden, die ausreichend Abstand zu den Gebäuden und dem Viadukt bot. Von der identifizierten Position aus konnte der Kran beide Gebäude bedienen. Dadurch musste der Kran nicht an einen anderen Standort umgesetzt werden, was Zeit sparte und unnötige Einschränkungen vermied.“
Beim Aufbau des mobilen Krans nutzte das Team ausschliesslich den tatsächlich benötigten Platz, wodurch die Einschränkungen zusätzlich reduziert wurden.
Während der ersten beiden Tage wurde lediglich ein kleinerer Montagebereich eingerichtet. Erst am dritten Tag, als der Ausleger am Boden montiert werden musste, wurde der Bereich vorübergehend erweitert. Dadurch musste eine wichtige Strasse nur für einen statt für drei Tage gesperrt werden.
Hebearbeiten in grosser Höhe in komplexer Innenstadtlage
Die bestehenden Fassadenkräne wurden demontiert, heruntergehoben und abtransportiert. Die Komponenten der neuen Kräne wurden in einer exakt festgelegten Reihenfolge auf die Dächer gehoben, sodass die Montage gleichzeitig erfolgen konnte und zusätzliche Zeit eingespart wurde.
Eine angrenzende Strasse wurde genutzt, um die alten Kransegmente zwischenzulagern. Gleichzeitig diente sie als Bereitstellungsfläche für die neuen Komponenten, die mit einem Selbstladekran angeliefert wurden.
Das Team richtete zwei unterschiedliche Hebezonen ein. Eine Zone war für kleinere Teile bis zu drei Metern vorgesehen, die andere für grössere Bauteile mit einer Länge von bis zu 10,5 Metern.
Durch die Arbeit innerhalb dieser Zonen mussten ein nahegelegener Kanal und die angrenzende Strasse während der Hebearbeiten nur kurzfristig gesperrt werden. Zusätzlich wurden weitere Sicherheitsmassnahmen umgesetzt.
„Wir haben mit dem Kunden vereinbart, dass alle Teile ausschliesslich an festen Hebepunkten befestigt werden“, ergänzt Plugge.
„Keine Bauteile wurden mit Schlingen oder anderen Hebemethoden angehoben. Ausserdem wurde eine niedrige maximal zulässige Windgeschwindigkeit festgelegt.“
Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Dächer nicht stark genug gewesen wären, um den Aufprall schwerer Komponenten im Falle eines Absturzes aufzunehmen. Deshalb wurde vor Beginn der Arbeiten auf jedem Dach ein sogenanntes Crash Deck installiert.
Wie in jedem Regierungszentrum handelt es sich bei Den Haag um eine komplexe Umgebung für Schwerlasthebungen in grosser Höhe. Umfangreiche Genehmigungen sowie detaillierte Hebe- und Sicherheitspläne waren erforderlich. Mammoet stellte alle notwendigen Unterlagen rechtzeitig bereit, um den Zeitplan einzuhalten.
Die Arbeiten des Teams minimierten die Einschränkungen für die Öffentlichkeit und ermöglichten gleichzeitig eine sichere und effiziente Durchführung der anspruchsvollen Hebearbeiten in dieser komplexen urbanen Umgebung.
Quelle: Mammoet
Bildquelle: Mammoet