Europa

Seifert führt Schweizer WM-Team in Rotterdam an

Der Schweizerische Turnverband hat die Teams für die Kunstturn-Weltmeisterschaften vom 17. bis 25. Oktober 2026 in Rotterdam nominiert. Bei den Männern führt WM-Medaillengewinner Noe Seifert das fünfköpfige Aufgebot an. Die Frauen reisen erstmals seit mehreren Jahren wieder mit einem kompletten Team an eine Weltmeisterschaft. Neben Seifert wurden Matteo Giubellini, Florian Langenegger, Mattia Piffaretti und Dominic Tamsel selektioniert. Luca Giubellini reist als Ersatzturner mit nach Rotterdam. Die Schweizer Männer gehen mit viel Selbstvertrauen in den Saisonhöhepunkt: Erst im August gewann das Team an den Europameisterschaften in Zagreb Bronze und stand damit nach Silber 2025 zum zweiten Mal in Folge auf dem EM-Podest. Auch bei den Frauen setzt der STV ein starkes Zeichen. Lena Bickel und Anny Wu führen die Mannschaft an, ergänzt wird das Quintett durch Daria Hartmann, Anastassia Pascu und Samira Raffin. Caterina Cereghetti reist als erste Ersatzturnerin mit. Die Schweizer Delegation will in Rotterdam nicht nur an die jüngsten Erfolge anknüpfen – gleichzeitig beginnt dort bereits die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

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Schweizer Volleyballer feiern historischen ersten EM-Sieg

Die Schweizer Volleyball-Nationalmannschaft beendet die Europameisterschaft in Rumänien mit einem historischen Erfolg. Das Team von Nationaltrainer Juan Manuel Serramalera schlägt Lettland in Cluj-Napoca mit 3:1 und feiert damit erstmals überhaupt einen Sieg in einem Gruppenspiel bei einer Männer-EM. Die Sätze gehen mit 25:22, 25:19, 16:25 und 25:22 an die Schweiz. Nach vier Niederlagen gegen Frankreich, Rumänien, die Türkei und Deutschland gelingt der Schweiz im letzten Gruppenspiel die ersehnte Belohnung. Die Mannschaft entscheidet die ersten beiden Sätze für sich, muss nach einem deutlichen 16:25 im dritten Durchgang aber nochmals um den Sieg kämpfen. Im vierten Satz bleibt das Team in der entscheidenden Phase ruhig und macht den historischen Erfolg mit 25:22 perfekt. Am Weiterkommen ändert der Sieg nichts mehr. Bereits nach dem 1:3 gegen Deutschland war klar gewesen, dass die Schweiz die ersten vier Plätze der Sechsergruppe und damit den Achtelfinal nicht mehr erreichen kann. Dennoch erreicht das Team genau jenes Erfolgserlebnis, das es sich vor der Partie vorgenommen hatte. In unserem Ausblick auf das abschliessende Gruppenspiel gegen Lettland war der erste Turniersieg als klares Ziel formuliert worden.

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Kacuri entscheidet sich für Kosovo statt Schweiz

Dion Kacuri steht vor einem Wechsel zur kosovarischen A-Nationalmannschaft. Der 22-jährige Mittelfeldspieler, der bislang für verschiedene Schweizer Nachwuchsauswahlen und achtmal für die U21 zum Einsatz kam, hat nach übereinstimmenden Medienberichten eine Einladung von Kosovo-Trainer Franco Foda angenommen. Eine offizielle Bestätigung des definitiven Kosovo-Aufgebots steht allerdings noch aus. Kacuri besitzt die Schweizer und die kosovarische Staatsbürgerschaft und war bislang fest in die Nachwuchsstruktur des Schweizerischen Fussballverbands eingebunden. Für die Schweizer U21 absolvierte er acht Länderspiele mit insgesamt 379 Einsatzminuten und erzielte dabei ein Tor. Noch am 31. März stand der zentrale Mittelfeldspieler beim 2:1 in der EM-Qualifikation gegen Estland während der gesamten 90 Minuten auf dem Platz. Für den Schweizer Fussball wäre es innert kurzer Zeit ein weiterer Abgang eines Spielers mit Doppelbürgerschaft. Zuletzt hatte sich bereits Alessandro Romano für Italien statt für die Schweiz entschieden. Bei Kacuri ist die Verbindung zum SFV ebenfalls ausgeprägt: Insgesamt bestritt er nach Angaben seines aktuellen Klubs 18 Spiele für Schweizer Nachwuchsauswahlen.

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Xhaka führt Sunderland nach 53 Jahren zurück nach Europa

Für Granit Xhaka und Sunderland beginnt am Mittwochabend ein historisches Kapitel. Der englische Traditionsklub empfängt um 21.00 Uhr AZ Alkmaar zum Auftakt der Europa-League-Ligaphase und bestreitet damit erstmals seit 1973 wieder ein Europacup-Spiel. Der Schweizer Nationalmannschafts-Captain führt Sunderland im Stadium of Light als Captain aufs Feld. Mehr als fünf Jahrzehnte mussten die Fans auf diesen Moment warten. Sunderland war zuletzt in der Saison 1973/74 im Europapokal der Pokalsieger vertreten. Damals setzten sich die Engländer zunächst gegen Vasas Budapest durch, ehe in der zweiten Runde gegen Sporting Lissabon Endstation war. Nun kehrt der Klub nach seinem siebten Platz in der Premier League auf die europäische Bühne zurück. Für Xhaka ist Europacup-Fussball dagegen vertrautes Terrain. Der 33-Jährige stand bereits 2019 mit Arsenal und 2024 mit Bayer Leverkusen im Final der Europa League. In Sunderland ist er inzwischen Führungsspieler und Captain. Zuletzt musste er mit seinem Team beim 0:2 gegen seinen früheren Klub Arsenal eine Niederlage hinnehmen. Gegen Alkmaar soll nun die Reaktion folgen.

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Schwaller-Team erstmals Nummer 1 der Welt

Das Schweizer Männer-Curling erreicht einen historischen Meilenstein: Das Team um Skip Yannick Schwaller steht erstmals an der Spitze der Weltrangliste. Noch nie zuvor hatte eine Schweizer Männer-Equipe Platz 1 im internationalen Ranking erreicht. Die Formation des CC Genf verdrängt das schottische Team um Bruce Mouat von der Spitze. Neben Schwaller gehören Benoît Schwarz-van Berkel, Sven Michel und Pablo Lachat-Couchepin zum erfolgreichen Quartett. Die Schweizer haben sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt in der absoluten Weltspitze etabliert und ihren Aufstieg mit einem starken Start in die neue Saison zusätzlich untermauert. Im August gewannen sie zunächst die Baden Masters und unmittelbar danach auch die Euro Super Series im schottischen Stirling. Die neue Nummer 1 unterstreicht die derzeitige Stärke des Schweizer Curlings. Während Schwaller und seine Teamkollegen bei den Männern Geschichte schreiben, hat mit Silvana Tirinzoni eine der erfolgreichsten Schweizer Curlerinnen nach ihrem Rücktritt eine neue Aufgabe als Nationaltrainerin in Südkorea übernommen. An der internationalen Spitze bleibt die Schweiz damit auf verschiedenen Ebenen stark vertreten.

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Zwei Jahre Sperre für Ex-Ambri-Verteidiger Zündel

Der frühere Ambri-Verteidiger Kilian Zündel ist wegen eines Verstosses gegen die Anti-Doping-Bestimmungen für zwei Jahre gesperrt worden. Die Graz99ers haben den 25-jährigen österreichischen Nationalverteidiger daraufhin fristlos entlassen. Auslöser ist eine intravenöse Infusion von mehr als 100 Millilitern innerhalb von zwölf Stunden. Die Infusion wurde Zündel am 30. April 2026 nach Abschluss der Finalserie und der ICE-Hockey-League-Saison 2025/26 verabreicht. Nach Angaben der Graz99ers informierte die Österreichische Anti-Doping Rechtskommission den Klub über den Verstoss gegen die geltenden Anti-Doping-Regularien. Zündel akzeptiert die Rechtsmassnahme und verzichtet auf Rechtsmittel. Die Sperre läuft nach Angaben des Vereins bis September 2028. Für Schweizer Eishockeyfans ist der Fall besonders wegen Zündels Vergangenheit beim HC Ambri-Piotta relevant. Der Verteidiger wechselte 2022 in die Leventina und stand während der Spielzeiten 2022/23 und 2023/24 beim HCAP unter Vertrag. Sein früherer Schweizer Klub befindet sich inzwischen sportlich in einer neuen Phase, die wir in unserer Saisonvorschau zum HC Ambri-Piotta ausführlich beleuchtet haben.

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Schweizer Volleyballer wollen EM gegen Lettland versöhnlich beenden

Für die Schweizer Volleyball-Nationalmannschaft endet die EuroVolley 2026 nach der Gruppenphase. Vor dem abschliessenden Spiel gegen Lettland ist der Einzug in den Achtelfinal rechnerisch nicht mehr möglich. Das Team von Juan Manuel Serramalera will das Turnier in Cluj-Napoca dennoch mit dem ersten Sieg abschliessen. Die Schweiz verlor ihre bisherigen vier Partien gegen Frankreich mit 0:3, Rumänien mit 1:3, die Türkei mit 0:3 und Deutschland mit 1:3. Damit steht sie vor dem letzten Gruppenspiel noch ohne Punkt da. Lettland und die Türkei besitzen dagegen bereits je drei Punkte und treffen am Mittwoch direkt aufeinander – mindestens eines der beiden Teams wird deshalb in der Tabelle definitiv vor der Schweiz bleiben. Trotz des vorzeitigen Ausscheidens zeigte die Schweizer Auswahl bei ihrer zweiten EM-Endrunde in Folge mehrere gute Phasen. Besonders gegen Olympiasieger Frankreich und zuletzt gegen Deutschland konnte sie einzelne Sätze lange offen gestalten. Gegen Lettland geht es nun darum, die positiven Ansätze in ein komplettes Spiel zu übertragen und die Europameisterschaft mit einem Erfolgserlebnis abzuschliessen.

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Guerdat reitet beim Millionen-Grand-Prix in Calgary auf Rang 3

Steve Guerdat bestätigt wenige Wochen nach seinem WM-Titel seine starke Form. Der Jurassier erreichte mit Albführen’s Iashin Sitte beim hochdotierten CPKC International Grand Prix in Calgary den dritten Rang. Im entscheidenden Stechen musste sich der Schweizer nur Ben Maher und Lillie Keenan geschlagen geben. Guerdat musste sich den Podestplatz hart erarbeiten. Im ersten Umgang des CSIO5*-Grand-Prix kassierte er mit Albführen’s Iashin Sitte einen Abwurf und nahm vier Fehlerpunkte in die zweite Runde mit. Weil lediglich sieben Paare den ersten Parcours ohne Fehler beendet hatten, gehörte der Schweizer dennoch zu den zwölf Kombinationen, die sich für den zweiten Umgang qualifizierten. Dort blieb Guerdat fehlerfrei und hielt sich im Rennen um den Sieg. Da am Ende kein Paar beide Umgänge ohne Fehler absolvierte, mussten sechs Kombinationen mit jeweils vier Punkten ins Stechen. Guerdat eröffnete die Barrage mit einer starken Nullrunde in 42,25 Sekunden und legte damit eine Zeit vor, die nur zwei Konkurrenten unterbieten konnten.

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Champions-League-Final 2028 steigt in München – UEFA vergibt Endspiele bis 2029

Der Champions-League-Final kehrt 2028 nach München zurück. Das UEFA-Exekutivkomitee hat die Austragungsorte der wichtigsten europäischen Klubfinals für 2028 und 2029 bestimmt. Neben München und Barcelona als Gastgeber der Königsklasse wurden auch die Finals der Europa League, Conference League und Women’s Champions League vergeben – und mit Biel erhält die Schweiz 2027 einen UEFA-Finalevent. Die Münchner Fussball Arena ist 2028 erneut Schauplatz des wichtigsten europäischen Klubspiels. Erst 2025 fand dort der Champions-League-Final statt, nun erhält München drei Jahre später bereits wieder den Zuschlag. 2029 zieht die Königsklasse weiter nach Barcelona: Der Final wird im Camp Nou ausgetragen. Die konkreten Spieltage der Finals 2028 und 2029 hat die UEFA noch nicht veröffentlicht. Auch in den anderen Wettbewerben stehen die Austragungsorte fest. Die Europa League geht 2028 nach Bukarest und 2029 nach Belgrad, die Conference League 2028 nach Turin und 2029 nach Budapest. Bei den Frauen erhielt Lyon den Zuschlag für 2028, Cardiff richtet den Women’s-Champions-League-Final 2029 aus. Dazu kommen Amsterdam und Astana als Gastgeber des UEFA Super Cups.

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DiDomenico greift in Schweden neu an – jetzt wartet die SHL

Chris DiDomenico steht vor dem nächsten grossen Kapitel seiner langen Karriere. Nach vielen prägenden Jahren im Schweizer Eishockey läuft der 37-jährige Kanadier neu für IF Björklöven auf. Am Samstag beginnt für den Aufsteiger und seinen prominenten Neuzugang mit dem Auswärtsspiel gegen Djurgården das Abenteuer SHL. Björklöven hat DiDomenico ganz bewusst als Führungsspieler für die Rückkehr in die höchste schwedische Liga verpflichtet. Sportchef Per Kenttä setzt auf seine offensive Qualität, seine Intensität und seine enorme Erfahrung. Der Kanadier unterschrieb für die Saison 2026/27 und gehört gemeinsam mit Lucas Wallmark und Robin Kovacs zu den prominentesten Spielern eines erstaunlich ambitioniert zusammengestellten Aufsteigerkaders. Für Schweizer Hockeyfans bleibt DiDomenico ohnehin ein vertrauter Name. Er spielte für die SCL Tigers, Fribourg-Gottéron, den SC Bern und zuletzt Ambrì-Piotta und gehörte über Jahre zu den auffälligsten Importspielern der National League. Während Ambrì inzwischen mit Jussi Tapola und einer jüngeren Mannschaft eine neue Ära begonnen hat, sucht DiDomenico seine nächste Herausforderung weit im Norden Europas.

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Okafor trifft traumhaft – Leeds schiesst Newcastle 4:1 ab

Noah Okafor hat sein erstes Premier-League-Tor der neuen Saison erzielt. Der Schweizer traf beim überzeugenden 4:1-Heimsieg von Leeds United gegen Newcastle United in der 59. Minute mit einem sehenswerten Halbvolley zum zwischenzeitlichen 4:0. Leeds bleibt damit nach vier Meisterschaftsspielen ungeschlagen und klettert auf Rang 3. Die Mannschaft von Daniel Farke hatte die Partie im Elland Road bereits vor der Pause praktisch entschieden. Leeds führte nach 45 Minuten mit 3:0 und setzte Newcastle mit hohem Tempo und aggressivem Pressing permanent unter Druck. Nach dem Seitenwechsel sorgte Okafor für den Höhepunkt des Abends: Nach einer abgewehrten Hereingabe nahm der 26-Jährige den Ball ausserhalb des Strafraums direkt mit links und setzte seinen Halbvolley via Innenpfosten ins entfernte Eck. Für Okafor ist es der erste Treffer in der Premier League 2026/27. In den ersten drei Ligapartien war der Schweizer noch ohne Tor geblieben. Sein Erfolgserlebnis kommt nur wenige Tage nach seinem öffentlich erklärten vorläufigen Rückzug aus der Schweizer Nationalmannschaft und dürfte ihm sportlich zusätzlich Selbstvertrauen geben.

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Juventus steckt seit sechs Jahren fest – Spallettis Zahlen täuschen

Bei Juventus ist die Krise längst strukturell. Seit dem letzten Scudetto 2019/20 sind sechs komplette Meisterschaften ohne Titel vergangen, 2025/26 endete sogar mit Platz sechs und dem Verpassen der Champions League. Die Reaktion war drastisch: Im Sommer wurde die operative und sportliche Führung umgebaut – geblieben ist ausgerechnet Luciano Spalletti, dessen Bilanz nach fast einem Jahr zwar ordentlich aussieht, den Ansprüchen des Rekordmeisters aber nicht genügt. Das 2:3 bei Sassuolo ist deshalb nicht einfach eine frühe Niederlage in der neuen Saison. Juventus steht nach vier Spieltagen bei sieben Punkten, nachdem zuvor Frosinone und Parma bezwungen worden waren und gegen Milan ein 1:1 resultierte. Doch der Blick auf die vergangenen Jahre zeigt das eigentliche Problem: Seit 2020 landete Juventus in der Serie A auf den Plätzen 4, 4, 7, 3, 4 und 6. Die Mannschaft, die zuvor neun Meisterschaften in Serie gewonnen hatte, befindet sich inzwischen im siebten Anlauf auf den nächsten Scudetto. Der vergangene Sommer war entsprechend kein Zeichen von Kontinuität, sondern die Konsequenz eines sportlichen Fehlschlags. CEO Damien Comolli verliess Juventus am 12. Juni 2026 nach nur einem Jahr mit sofortiger Wirkung. Offiziell sprach der Klub von einem Rücktritt beziehungsweise einer Trennung im gegenseitigen Einvernehmen. Noch am selben Tag wurde Giovanni Carnevali zum neuen CEO und General Manager ernannt. Anfang Juli folgte mit Frederic Massara als Chief Football Officer eine weitere zentrale Neubesetzung, während Giorgio Chiellini eine neue Führungsfunktion als Chief Club Affairs Officer übernahm und Marco Ottolini Sporting Director blieb.

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Enric Mas gewinnt erstmals die Vuelta

Enric Mas hat den grössten Erfolg seiner Karriere perfekt gemacht. Der 31-jährige Spanier gewinnt die Vuelta a España 2026 und feiert damit seinen ersten Gesamtsieg bei einer Grand Tour. Nach drei Wochen setzt sich der Movistar-Profi mit 2:15 Minuten Vorsprung auf Primoz Roglic durch. Auf der 21. und letzten Etappe mit Start und Ziel in Granada geriet der Gesamtsieg von Mas nicht mehr in Gefahr. Die Zeiten für die Gesamtwertung wurden bereits beim letzten Überqueren der Ziellinie 9,8 Kilometer vor dem endgültigen Ende neutralisiert. Den Tagessieg sicherte sich der Norweger Tobias Halland Johannessen vor Alessandro Romele und Ramses Debruyne. Aus Schweizer Sicht bleibt vor allem der Erfolg von Stefan Küng in Erinnerung. Der Thurgauer gewann das Einzelzeitfahren nach Jerez de la Frontera und verliess die Rundfahrt anschliessend vorzeitig, um sich auf die Strassen-WM in Montreal vorzubereiten. Mehr dazu: Küng richtet nach seinem Vuelta-Sieg den Fokus auf die WM.

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Kobel bei Real Madrid angeboten – Königliche beobachten Schweizer

Gregor Kobel ist bei Real Madrid auf dem Radar. Nach Informationen der spanischen Sportzeitung «AS» wurde der Schweizer Nationalgoalie den Königlichen angeboten, deren Scoutingabteilung den 28-Jährigen aufmerksam verfolgt. Konkrete Transferverhandlungen gibt es allerdings nicht – Real setzt weiterhin klar auf Thibaut Courtois. Der belgische Stammgoalie steht unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung bis Juni 2028. Real Madrid sieht deshalb aktuell keinen Anlass, auf der Torhüterposition aktiv zu werden. Kobel gilt vielmehr als eine der hochklassigen Alternativen, die der spanische Rekordmeister für die Zukunft im Blick behält. Für den Schweizer ist allein die Beobachtung durch Real Madrid eine weitere Bestätigung seines internationalen Stellenwerts. Kobel gehört seit Jahren zu den Leistungsträgern von Borussia Dortmund und wurde zuletzt auch für die Auszeichnung als bester Torhüter rund um den Ballon d’Or nominiert. Beim BVB besitzt er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028.

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Gottéron verspielt drei Führungen gegen Mannheim

Fribourg-Gottéron kassiert in der Champions Hockey League die zweite Heimniederlage innerhalb von drei Tagen. Der Schweizer Meister verliert in der BCF Arena gegen Adler Mannheim mit 3:4, obwohl er gleich dreimal in Führung liegt. Patrick Brown erzielt in der 53. Minute den entscheidenden Treffer für die Deutschen. Jan Dorthe bringt Gottéron bereits in der 2. Minute mit 1:0 in Führung, Nick Mattinen gleicht wenig später aus. Jacob de la Rose sorgt 18 Sekunden vor der ersten Pause im Powerplay für das 2:1. Nach Leon Gawankes erneutem Ausgleich trifft Yannick Rathgeb im zweiten Drittel ebenfalls in Überzahl zum 3:2 – doch nur 56 Sekunden später stellt Mattinen mit seinem zweiten Tor wieder auf Gleichstand. Für die Mannschaft von Roger Rönnberg ist es nach dem 2:4 gegen Pilsen bereits die zweite Niederlage an diesem CHL-Heimwochenende. Zuvor war Gottéron mit zwei Auswärtssiegen perfekt in den Wettbewerb gestartet, darunter dem spektakulären 3:1 gegen Klagenfurt mit drei Powerplay-Toren innert 67 Sekunden. Nach vier Partien stehen die Freiburger bei sechs Punkten.

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24. Penalty entscheidet – Schweiz holt EM-Bronze

Die Schweizer Beachsoccer-Nati beendet die Europameisterschaft in Viareggio mit der Bronzemedaille. Im Spiel um Platz 3 gegen Dänemark steht es nach regulärer Spielzeit und Verlängerung 8:8, ehe die Entscheidung in einem aussergewöhnlich langen Penaltyschiessen fällt. Erst der 24. Versuch bringt der Schweiz den Podestplatz. Dabei hätte das Team von Nationaltrainer Angelo Schirinzi die Partie schon früher entscheiden können. Im Schlussdrittel führt die Schweiz mit 7:5, kassiert aber noch zwei Gegentreffer. Gerade einmal 22 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit gelingt Dänemark der Ausgleich zum 7:7. Die Schweiz reagiert in der Verlängerung nochmals. Glenn Hodel erzielt das 8:7 und bringt die Nati erneut ganz nahe an die Bronzemedaille. Doch wiederum hält die Führung nicht: Villads de Fries gleicht sechs Sekunden vor Ablauf der dreiminütigen Verlängerung zum 8:8 aus. Einen Tag nach dem klaren 4:10 im Halbfinal gegen Gastgeber Italien zeigt die Schweiz damit grosse Moral.

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Brunold krönt Traumlauf mit erstem Challenger-Titel

Mika Brunold feiert den bislang grössten Erfolg seiner Karriere. Der 21-jährige Schweizer gewinnt das ATP-Challenger-Turnier im österreichischen Tulln und bezwingt im Final den Brasilianer Joao Lucas Reis da Silva mit 6:4 und 6:3. Für Brunold ist es der erste Titel auf Challenger-Stufe. Besonders beeindruckend ist der Weg zum Turniersieg: Brunold musste bereits in der Qualifikation antreten und gewann in Tulln insgesamt sieben Partien. Im gesamten Turnier verlor er lediglich einen Satz. Im Halbfinal hatte er den als Nummer 4 gesetzten Ukrainer Vitaliy Sachko mit 6:0 und 6:2 regelrecht vom Platz gefegt. Der Erfolg bringt Brunold auch in der Weltrangliste einen gewaltigen Schritt nach vorne. Als Nummer 410 der Welt war er nach Österreich gereist, nun wird er sich in die Top 260 verbessern und damit seine bisherige Bestmarke von Rang 289 deutlich übertreffen. Noch im August war Brunold beim Challenger in Sion im Viertelfinal an Dominic Stricker gescheitert.

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Sommer patzt erneut – Brügge gewinnt trotzdem

Yann Sommer leistet sich beim 3:1-Heimsieg von Club Brügge gegen Royal Antwerp erneut einen folgenschweren Fehler. Der Schweizer verschätzt sich in der 19. Minute bei einem langen Ball, Snayder Porozo umkurvt ihn und schiebt zum zwischenzeitlichen 1:1 ein. Seine Mannschaft reagiert jedoch und holt dank eines Doppelpacks von Hugo Vetlesen sowie eines Treffers von Jan Virgili drei Punkte. Brügge geht bereits in der 13. Minute in Führung. Nach einem Handspiel von Yuto Tsunashima verwandelt Vetlesen den fälligen Penalty sicher. Nur sechs Minuten später folgt Sommers Patzer: Einen langen Ball von Antwerp-Goalie Taishi Nozawa schätzt der 37-Jährige falsch ein, verlässt sein Tor und erreicht den Ball nicht mehr vor Porozo. Besonders auffällig ist die Szene, weil Sommer bereits wenige Tage zuvor beim 2:3 gegen Aston Villa in der Champions League gepatzt hatte. Damals war er beim dritten Gegentreffer weit aus seinem Tor gekommen und von Nicolas Jackson überspielt worden. Gegen Antwerp bleibt sein Fehler ohne Folgen für das Endresultat.

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