Swiss Orchestra geht mit „Verführung Schweizer Klassik“ auf Tour
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Mit seinem neuen Tour-Programm „Verführung Schweizer Klassik“ lädt das Swiss Orchestra unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer zu einer musikalischen Reise voller Leidenschaft und schicksalhafter Wendungen ein.
In seiner siebten Konzertsaison verbindet das Orchester berühmte Meisterwerke der Klassik mit einer packenden Schweizer Entdeckung. Zusammen mit dem international gefeierten Flötisten Emmanuel Pahud stellt das Swiss Orchestra die Höhen und Tiefen menschlicher Emotionen in den Mittelpunkt.
Das Swiss Orchestra verschiesst Amors Pfeile mit sinfonischer Präzision ins Herz der Schweiz. Mit Werken vier grosser Komponisten, die alle auf ihre Weise menschliche Gefühlswelten ausloten, präsentiert das Swiss Orchestra ein facettenreiches Programm mit einer Schweizer Trouvaille. Das ausschlaggebende Zückerchen ins musikalische Elixier gibt Emmanuel Pahud, begehrtester Flötist der Stunde.
Dramatische Szenen der Macht und Begierde
Den Auftakt bildet die dramatische Ouvertüre zur Oper „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart, deren düstere Akkorde und elektrisierende Energie direkt in eine Welt von Macht, Lust und moralischer Grenzüberschreitung führen. Im Zentrum der Tour steht jedoch ein Schweizer Komponist, dessen Leben kaum weniger abenteuerlich verlief: Jean Baptiste Edouard Dupuy. 1770 im neuenburgischen Corcelles-Cormondrèche geboren, führte ihn sein Weg über Paris und Berlin durch ganz Nordeuropa, wo er für Furore sorgte.
Dupuy war selbst gefeierter Komponist, Violinist und Sänger, verhalf jedoch auch der Musik Mozarts in Skandinavien zu Aufmerksamkeit. In Kopenhagen organisierte Dupuy die dänische Erstaufführung von Mozarts „Don Giovanni“ und sang gleich selbst die Titelpartie. Aufgrund zahlreicher Liebesaffären galt er jedoch auch privat gemeinhin als „Don Juan des Nordens“. Musikalisch zeigt sich Dupuy als dramatischer Virtuose: Sein Flötenkonzert in d-Moll verbindet technische Brillanz mit opernhafter Spannung. Emmanuel Pahuds Interpretation dieses selten gespielten Flötenkonzerts zeigt die Schweizer Klassik in einem prächtigen Glanzmoment.
Den Abschluss des Programms bildet ein Werk, das wie kaum ein anderes für das Ringen mit dem Schicksal steht: die berühmte Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 von Ludwig van Beethoven. Ihr legendäres Anfangsmotiv gilt als musikalisches Sinnbild des Schicksals, das an die Tür klopft – und führt vom dramatischen Beginn zu einem triumphalen Finale.
Tourdaten
- 24.05.2026 Andermatt Konzerthalle 19.30 Uhr
- 27.05.2026 Tonhalle Zürich 19.30 Uhr
- 30.05.2026 Casino Bern 19.30 Uhr
Verführung Schweizer Klassik (Tour #13)
Swiss Orchestra
Lena-Lisa Wüstendörfer, Leitung
Emmanuel Pahud, Flöte
Programm
- Wolfgang Amadeus Mozart – Ouvertüre zu „Don Giovanni“
- Jean Baptiste Édouard Dupuy – Konzert für Flöte und Orchester d-Moll
- Pjotr Iljitsch Tschaikowski – Arie des Lenski aus „Eugen Onegin“ (Bearbeitung für Flöte und Orchester)
- Ludwig van Beethoven – Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Swiss Orchestra
Die Schweiz ist für vieles berühmt, bisher aber kaum für ihre Sinfonik. Schweizer Komponisten der Klassik und Romantik fristen ein Schattendasein – und das im eigenen Land wie auch weltweit. Das 2018 gegründete Swiss Orchestra legt seinen Fokus auf dieses zu Unrecht vergessene, nationale Kulturgut. Der dynamische Klangkörper – als „musikalische Nationalmannschaft der Schweiz“ bezeichnet – ist als einziges, professionelles Sinfonieorchester der Schweiz regelmässig landesweit zu hören. Seit 2022 ist es zudem das Residenzorchester der Andermatt Konzerthalle. www.swissorchestra.ch
Quelle: Stöhlker/Swiss Orchestra
Bildquellen: Bild 1: Dominic Büttner; Bild 2: Josef Fischnaller licensed to EMI Classics