Steigende Lebensmittelpreise treiben immer mehr Amerikaner in die Verschuldung
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag Business Business business24.ch businessaktuell.ch Ernährung Essen & Trinken Finanzen gourmetnews.ch gourmettipp.ch Handel Lifestyle Magazine nachrichtenticker.ch News Produkte Themen Wirtschaft Ⳇ Verbreitung
Die Kosten für Lebensmittel sind in den USA in den vergangenen fünf Jahren um 32 Prozent gestiegen. Um ihren Lebensstandard zu halten, bezahlen immer mehr Menschen ihre Einkäufe mit der Kreditkarte. Laut Daten des Urban Institute haben die gestiegenen Preise mehr als jeden vierten Amerikaner im erwerbsfähigen Alter in Kreditkartenschulden getrieben.
Die Entwicklung deutet laut den Autoren der Untersuchung auf eine zunehmende finanzielle Belastung vieler Familien hin. Besonders die Mittelschicht gerät durch die steigenden Lebenshaltungskosten zunehmend unter Druck.
Preise bleiben weiter hoch
„Zwar brachte die jüngste Entlastung an den Zapfsäulen eine vorübergehende Atempause bei der Inflation, doch werden die Belastungen in den Lieferketten der Unternehmen sowie die anhaltenden Auswirkungen globaler Handels- und geopolitischer Schocks voraussichtlich die Preise auf hohem Niveau halten“, erklärt Dana M. Peterson, Chefökonomin des Conference Board.
Nach ihrer Einschätzung werden viele Durchschnittsamerikaner weiterhin unter dem Preisdruck leiden. Auch das Inflationsziel der US-Notenbank Federal Reserve von zwei Prozent dürfte frühestens ab 2028 erreichbar sein.
Die finanzielle Belastung zeigt sich zunehmend bei Kreditkartenschulden. Der Anteil der Menschen, die ihre Mindestzahlungen nicht mehr leisten können, stieg von 7,1 Prozent im Jahr 2023 auf 8,7 Prozent im Jahr 2025.
Zusätzlich greifen immer mehr Verbraucher auf das Modell „Jetzt kaufen, später bezahlen“ zurück. Bereits 8,9 Prozent der Erwachsenen in den USA nutzen diese Finanzierungsform für den Kauf von Lebensmitteln. Mehr als ein Drittel dieser Nutzer, nämlich 34,8 Prozent, versäumt jedoch die fristgerechte Rückzahlung der Raten.
Verschuldete Mittelschicht
Besonders stark betroffen ist die amerikanische Mittelschicht. Bei Haushalten mit einem Einkommen zwischen 200 und 400 Prozent der bundesstaatlichen Armutsgrenze stieg der Anteil versäumter Mindestzahlungen für Kreditkartenschulden im Zusammenhang mit Lebensmitteleinkäufen von 9,3 Prozent im Jahr 2023 auf 12,3 Prozent im Jahr 2025.
Familien mit noch geringerem Einkommen leiden zwar ebenfalls stark unter den steigenden Lebensmittelpreisen. Da viele von ihnen jedoch keinen Zugang zu Kreditkarten haben, spiegelt sich ihre finanzielle Situation in diesen Daten nur eingeschränkt wider.
Quelle: pressetext.redaktion/Wolfgang Kempkens
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