Studie aus Schweden: Katzen verschlechtern Asthma bei Kindern nicht

Das Zusammenleben mit einer Katze verschlechtert die gesundheitlichen Ergebnisse von Kindern mit Asthma nicht. Das zeigt eine Untersuchung von Forschern des Karolinska Institutet. Den Experten nach sind die Schwere der Erkrankung, ihre Verschlimmerung, die Asthmakontrolle und die Lungenfunktion ähnlich wie bei Kindern, die kurzfristig ohne Katzen leben.

Auch die Anzahl der Katzen, das Geschlecht oder das Alter der Tiere spielt demnach keine Rolle.

Studie mit 30’277 Kindern

2023 starteten die Forscher eine Studie mit einer Kohorte von 30’277 Kindern, die zwischen vier und 17 Jahren alt waren. Sie wurden zwischen 2006 und 2020 geboren. Bei ihnen wurde entweder Asthma oder eine Atemwegsallergie diagnostiziert. Die Teilnehmer wurden 24 Monate lang bis 2024 begleitet und die Asthma-Ergebnisse sowie die Daten des umfangreichen „Swedish National Patient Register“, des „Prescribed Drug Register“ und des „National Airway Register“ ausgewertet.



Laut der korrespondierenden Autorin Resthie Putri ist in Schweden das „National Cat Register“ für alle Katzen, die nach 2008 geboren wurden, verpflichtend. Bei jedem Kind haben die Wissenschaftler ermittelt, ob der Haushalt der Eltern im Jahr 2023 über wenigstens eine Katze verfügte. Das war bei 9,4 Prozent dieser Kinder der Fall. Die aktuellen Forschungsergebnisse sind im Fachmagazin „Frontiers in Allergy“ veröffentlicht.

Asthma Ergebnisse gleich

Die Forscher des Karolinska Institutet haben in der Folge keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Kontakt mit Hauskatzen und den Asthma-Ergebnissen festgestellt. So trat eine mittelgradige bis schwere Erkrankung bei 9,6 Prozent der Kinder mit Katzen und bei 10,1 Prozent der Patienten ohne Katzen auf. Eine akute Verschlimmerung der Symptome fand bei 3,3 Prozent der Kinder mit Katzen statt. Bei Haushalten ohne Katze lag dieser Anteil bei 3,5 Prozent.



Bei 1’428 Kindern standen Werte zur Asthma-Kontrolle und der Lungenfunktion zur Verfügung. 97 dieser Kinder lebten gemeinsam mit einer Katze. Bei den häufigsten Lungenfunktionsparametern gab es jedoch keine signifikanten Unterschiede. Putri vermutet, dass der Kontakt mit Katzenallergenen auch ausserhalb der eigenen vier Wände sehr häufig stattfindet. Daher kommen Kinder auch in der Schule oder dem öffentlichen Verkehr mit ihnen in Kontakt, heisst es abschliessend.



 

Quelle: pressetext.redaktion/Moritz Bergmann
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