Seit dem Frühjahr 2024 wurden in der Schweiz rund 100 Wölfe geschossen. Neun Rudel wollten die Kantone Wallis, Graubünden und Waadt vollständig eliminieren, doch nur bei zwei Rudeln dürfte dies gelungen sein.
Die Schweizer Wölfe zeigen sich gegenüber Abschüssen und politischen Planspielen äusserst resistent und beweisen, dass der Herdenschutz auch in Zukunft ohne Alternative ist. Dank diesem sind die Risszahlen im vergangenen Jahr erneut gesunken. Ohne Erfolgskontrolle bleibt das Wolfsmanagement ein Schuss ins Dunkle.
In den kommenden vier Jahren werden im Maderanertal in Silenen zwischen Lungental und Stössi waldbauliche Eingriffe zur Förderung des Haselhuhns vorgenommen.
Damit schafft der Forstbetrieb Silenen für die kleinste einheimische Rauhfusshühnerart einen strukturreichen Lebensraum mit inneren Waldrändern und kleinen Waldlichtungen.
Raureif im Schilf und Ruhe am Strand: Der Chiemsee verzaubert im Winter ebenso wie im Sommer. Im Gegensatz zur turbulent-quirligen Hochsaison besticht der Winter durch die Stille.
Das Chiemseeufer lädt zu langen Spaziergängen ein. Wer auf dem Weg an einem Vogelbeobachtungsturm vorbeikommt, sollte die Gelegenheit nutzen. Am besten warm anziehen und eine Thermoskanne Tee mitnehmen, denn es gibt einige Raritäten zu sehen.
Im Kanton Glarus sollen sich zwei Wölfe wiederholt aktiv Menschen und Siedlungen genähert haben, zuletzt einem spielenden Kind. Der Kanton hat die beiden Tiere heute zum Abschuss freigegeben. Für eine fachliche Beurteilung des Verhaltens der Wölfe fehlen noch Informationen. Die Begegnung von Menschen mit Wölfen deutet aber nicht automatisch auf ein unnatürliches Verhalten hin. Eine unmittelbare Gefährdung der menschlichen Sicherheit ist aufgrund der bekannten Berichte nicht zu erwarten.
Das Risiko, das von wildlebenden Wölfen für den Menschen ausgeht, ist so gering, dass es statistisch nicht erfasst werden kann. Wildlebende Wölfe greifen Menschen nur an, wenn sie tollwütig sind, wenn es ihnen an natürlicher Nahrung mangelt oder wenn sie den Menschen durch eine vorangegangene Fütterung mit Futter in Verbindung bringen. In der Schweiz gibt es jedoch seit 30 Jahren keine Tollwut mehr, die Wildbestände sind sehr hoch und angefütterte Wölfe sind bisher nicht aufgetreten. Sollten sie doch einmal auftauchen, könnten sie ebenso wie an Tollwut erkrankte Wölfe abgeschossen werden. Die hohen Wildbestände werden durch ein strenges Jagdrecht gesichert. Wolfsangriffe auf Menschen sind daher in der Schweiz nicht zu befürchten.
Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN rettet die letzten Zirkustiger der Slowakei. Obwohl sie nicht mehr in Zirkusvorstellungen auftreten mussten, lebten die Tiere noch jahrelang in winzigen Waggons, in denen sie sich kaum bewegen konnten. Nachdem sich ihr Besitzer dazu entschieden hatte, die Tiere freiwillig aufzugeben, brachte VIER PFOTEN die beiden Tigerinnen gestern sicher in das FELIDA Grosskatzenschutzzentrum in den Niederlanden, das die Tierschutzorganisation betreibt.
Mit der Rettung der letzten Zirkustiger der Slowakei ist ein wichtiger Meilenstein geschafft. VIER PFOTEN unterstützt damit die Bemühungen des Landes, die Haltung von Wildtieren in Zirkussen zu beenden.
Mit der Hain-Schnirkelschnecke (Cepaea nemoralis) kürt Pro Natura eine gemächliche „Bodenmacherin“ zum Tier des Jahres 2025. Zusammen mit unzähligen Bodenlebewesen schafft sie unsere wortwörtliche Lebensgrundlage. Doch der Boden schwindet. Die Vielfalt unter unseren Füssen braucht besseren Schutz.
Zwei Drittel aller weltweit bekannten Arten sind Bodenlebewesen. Sie sorgen für intakte Böden, von denen auch wir Menschen profitieren – sei es für die landwirtschaftliche Produktion, als Wasserfilter oder CO2-Speicher. Das diesjährige Tier des Jahres, die Hain-Schnirkelschnecke, ist Teil dieser Bodenbiodiversität. In ihrem „Amtsjahr“ wirbt sie für den besseren Schutz des bedrohten Lebensraumes Boden.
Die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel bringen nicht nur für uns Menschen Freude und Feierlichkeiten mit sich, sondern bergen auch Gefahren und Stress für Haus- und Wildtiere.
Gefährliche Weihnachtsleckereien: Während der Weihnachtszeit locken verführerische Düfte von köstlichem Gebäck und Festtagsgerichten. Aber Achtung: Viele Zutaten, die für uns unbedenklich oder schmackhaft sind, können für Tiere gefährlich oder gar giftig sein.
Wie lassen sich Pfeilgiftfrösche erfolgreich züchten? Und stimmt es, dass beim Goldenen Pfeilgiftfrosch nur das Männchen die Brutpflege übernimmt? Die wichtigste Ressource für erfolgreichen Natur- und Artenschutz ist Wissen. Aktuell ist der Zoo Zürich an über 70 Forschungskollaborationen beteiligt. Die neue Forschungsstation gewährt Einblick in einen Teil dieser wissenschaftlichen Arbeit des Zoos und zeigt auf, wie Wissen für den Erhalt der Artenvielfalt generiert wird. Sie ist ein weiterer wichtiger Meilenstein aus dem Entwicklungsplan 2050 auf dem Weg zum Zoo der Zukunft.
Vorsichtig kämpft sich der kleine gelbe Frosch durchs tropische Unterholz. Er sucht eine Pfütze. Aber nicht irgendeine. Sie darf nicht zu klein sein und vor allem darf sie nicht austrocknen. Denn auf seinem Rücken transportiert er wertvolle Fracht: mehrere winzige Kaulquappen. Es ist sein eigener Nachwuchs, den er derart fürsorglich betreut. Zuvor hatte das Froschmännchen bereits ausgeharrt und auf den Schlupf der Kaulquappen gewartet. Nun ist es an ihm, jedes Jungtier an einen geeigneten, dauerhaft mit Wasser gefüllten Ort zu bringen, wo der Nachwuchs die Metamorphose von der Kaulquappe zum Frosch durchlaufen kann.
Der Zolli verabschiedet das Jahr 2024 mit einem Gratistag: Am Dienstag, 31. Dezember 2024, gewährt er allen Besucherinnen und Besuchern zum Abschluss seines 150-Jahr-Jubiläums kostenlosen Eintritt. Es gelten die regulären Öffnungszeiten von 8.00 bis 17.30 Uhr; ein Rahmenprogramm ist nicht vorgesehen. Auch die Zoo-Restaurants und der Zoo-Shop sind normal geöffnet.
Mit grossen Schritten neigt sich das Jahr 2024 dem Ende zu – und mit ihm die zahlreichen Aktivitäten rund um das 150. Zolli-Jubiläum. Zum krönenden Abschluss seines Jubeljahres lädt der Zoo Basel die Bevölkerung am Dienstag, 31. Dezember 2024, ein zu einem «Tag der offenen Tür» mit freiem Eintritt für alle. Abgesehen von Pinguinspaziergang, Seelöwen- und Pelikanfütterungen sowie den grösstenteils Ende Jahr auslaufenden Jubiläumsaktivitäten ist für besagten Tag kein spezielles Programm geplant.
Heute hat der Bundesrat die finale Verordnung über die Jagd und den Schutz einheimischer Tierarten (JSV) per 1. Februar 2025 in Kraft gesetzt. Diese bestätigt zwar, dass Wolfsabschüsse auf bestehenden oder drohenden Schäden basieren müssen. Allerdings werden völlig unverständlicherweise der Herdenschutz und der Schutz des Bibers geschwächt. Nun gilt es, mit den neuen Rechtsgrundlagen Erfahrungen zu sammeln. Kantone und Bund müssen dabei wieder auf den Weg einer sachgemässen Umsetzung zurückfinden.
Augenmass, Sorgfalt und die Berücksichtigung des Werts von intakten Ökosystemen sind in jüngster Vergangenheit bei der Verfolgung der Wölfe in den Kantonen verloren gegangen. Trotz rückläufigen Risszahlen, trotz verbessertem Herdenschutz ging es nur um schematisches Regulieren, genehmigt durch den Bund. Die heute verabschiedete Jagdverordnung (JSV) bestätigt nun, dass es für Abschüsse von Wölfen auch künftig einen plausiblen Zusammenhang mit konkret drohenden Schäden braucht, die durch mildere Massnahmen nicht abgewendet werden können. Auch der Abschuss ganzer Wolfsfamilien muss die Ausnahme bleiben und der Bestand darf nicht gefährdet werden. Die Naturschutzorganisation rufen Bund und Kantone dazu auf, mit den neuen Rechtsgrundlagen wieder zum Augenmass zurückzufinden.
Wenn es draussen kälter wird und die Festtage näher rücken, decken sich viele Menschen mit neuer wärmender Winterkleidung ein oder verschenken diese an ihre Liebsten. Doch noch immer werden für Mäntel, Jacken, Schals, Mützen und Handschuhe Materialien tierischen Ursprungs verwendet, für die Tiere leiden und sterben mussten.
Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN gibt Tipps, wie man sich beim Einkauf bewusst für tierfreundliche Kleidungsstücke und Accessoires entscheiden kann.
Am 21. November 2024 sind im Zoo Basel zwei von vier Gelbbrust-Kapuzineraffen (Sapajus xanthosternos) in das Klammeraffengehege eingezogen. Zu den beiden Männchen gesellen sich Anfang nächstes Jahr zwei weitere. Die laut Weltnaturschutzunion „vom Aussterben bedrohten“ Gelbbrustkapuziner werden solange in der Klammeraffenanlage bleiben, bis eine neue südamerikanische Klammeraffenart in Basel ankommt. Danach erhalten sie ein neues Zuhause im Zolli. Im Affenhaus können interessierte Besucher das Sozial- und Fressverhalten der Tiere beobachten.
Im Sommer gab der Zoo Basel seine Gruppe der Geoffroy-Klammeraffen (Ateles geoffroyi) an den Skærup Zoo in Dänemark ab. Der Zolli berichtete am 7. August 2024. Bis eine neue südamerikanische Klammeraffenart in Basel eintrifft, bewohnen vier Gelbbrust-Kapuzineraffen (Sapajus xanthosternos) das Gehege der Klammeraffen. Sobald die neue Klammeraffenart in Basel ankommt, werden die Kapuzineraffen einen anderen Platz im Zolli erhalten. Wann dies der Fall sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.
Getreu seinem Motto: “Mehr Raum für Vielfalt“ setzt sich der Tierpark Bern aktiv für den Natur- und Artenschutz ein – sowohl in der Region Bern als auch international. Dank des freiwilligen Naturschutzfrankens, den viele Besucherinnen und Besucher beim Kauf ihrer Eintrittskarten spendeten, konnte der Tierpark Bern seit der Einführung im April 2023 insgesamt sieben wertvolle Projekte im Natur- und Artenschutz mit gesamthaft CHF 130'000.- finanziell unterstützen.
Fünf Projekte sind direkt in Bern und Umgebung angesiedelt.
Das Sumatra-Orang-Utan-Schutzprogramm (SOCP) der Schweizer Stiftung PanEco steht vor einer großen Herausforderung, nachdem es am 27. November 2024 um 1:00 Uhr morgens mehrere schwere Erdrutsche in der Orang-Utan-Auffang- und Pflegestation in Sibolangit, Nord-Sumatra, gegeben hatte. Die Erdrutsche wurden durch starke Regenfälle ausgelöst und verursachten erhebliche Schäden an der wichtigsten Infrastruktur, darunter die Tierklinik und mehrere Orang-Utan-Gehege.
Das Zentrum beherbergte zu diesem Zeitpunkt 41 Orang-Utans, von denen 18 während des Vorfalles aus ihren Käfigen fliehen konnten. Alle bis auf einen der ausgebrochenen Orang-Utans konnten inzwischen wieder eingefangen und in Sicherheit gebracht werden. Der eine, der noch immer in der Umgebung unterwegs ist, wird vom SOCP-Team verfolgt, bis auch er sicher wieder eingefangen werden kann. Dank der schnellen Notfallmassnahmen des SOCP-Teams und ihren Partnern wurden weder Mitarbeitende noch Tiere verletzt.
Lebensräume für Mensch und Natur: Städte und Dörfer werden nicht nur von Menschen bewohnt. Hier leben auch unterschiedlichste, oft bedrohte Tiere und Pflanzen.
In alten Mauern, Dächern und Gärten ist die Artenvielfalt besonders gross. Plätze, Parks und Alleen sind wichtige Lebensräume.
Im Herbst 2023 haben Forschende im Rahmen des „Projet Lac“ den Baldeggersee und den Rotsee befischt. Ihr Ziel war es, die vorkommenden Fischarten zu erheben und das Ökosystem See als Lebensraum der Fische zu untersuchen.
Die Ergebnisse der Studie liegen nun vor und werden am Mittwoch, 20. November 2024, der Öffentlichkeit präsentiert.
Auch 2024 hat die Anzahl Nutztierrisse abgenommen, obwohl die Anzahl Wölfe zunahm – ein Trend, der bereits vor den massiven Wolfsabschüssen letzten Winter einsetzte.
Trotzdem werden aktuell viel mehr Wölfe zum Abschuss freigegeben. Der Bund und einzelne Kantone entkoppeln sich von den Fakten, obwohl Bevölkerung und Gesetz Augenmass verlangen.
Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat zwei Braunbären, die nahe der Kriegsfront in der ukrainischen Region Donezk gerettet wurden, in ihrem BÄRENWALD Domazhyr im Westen des Landes aufgenommen.
Das Männchen und das Weibchen wurden zuvor in einem privaten Zoo gehalten. Als der Zoo vor kurzem von Raketen getroffen und schwer beschädigt wurde, spitzte sich die Lage für die Tiere zu.