Der Zolli verzeichnet zwei Geburten im Antilopenhaus. Am Sonntagabend, 20. Oktober 2024, ist ein Okapi-Weibchen – deren Bestand stark gefährdet ist – zur Welt gekommen.
Am Freitag, 25. Oktober 2024, folgte ein Kleiner Kudu-Bock. Das Antilopenhaus war und ist auch in den nächsten Tagen zeitweise geschlossen. Besucherinnen und Besucher brauchen sich noch etwas zu gedulden, um die beiden „Ablieger“ beobachten zu können.
Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, einer Rechtsgrundlage für ein Pilotprojekt zum Besendern von Wölfen zuzustimmen und eine entsprechende Motion als erledigt abzuschreiben.
Im 25. April 2023 reichten Landrat Franz Freuler, Glarus, und Unterzeichnende die Motion „Ergänzung des Artikels 14 der Verordnung zum kantonalen Jagdgesetz“ ein.
Die Seen der Zentralschweizer Kantone sind mittels eDNA auf das Vorkommen von Quagga-Muscheln untersucht worden. Die Ergebnisse bestätigen die Ansiedlung der invasiven Art in Zuger- und Vierwaldstättersee. Erfreulicherweise konnte sie in den weiteren beprobten Seen der Zentralschweiz nicht nachgewiesen werden.
Die Quagga-Muschel stammt ursprünglich aus dem Gebiet des Schwarzen Meeres und hat sich seit 2014, als sie erstmals in der Schweiz nachgewiesen wurde, in mehreren grossen Schweizer Seen angesiedelt (Genfer-, Neuenburger-, Bieler- und Bodensee). Einmal im Gewässer etabliert, verändert sie die Artenzusammensetzung stark, was sich negativ auf das aquatische Ökosystem auswirkt. Des Weiteren verursacht die Quaggamuschel grosse Schäden an Infrastrukturen wie Trinkwasserversorgungen und Heizsystemen, da die mikroskopisch kleinen Larven leicht in die Rohre gelangen, sich dort ansetzen und diese mit der Zeit verstopfen.
In den Becken des Aquariums des Zoo Zürich hat es einige Veränderungen gegeben. Neu leben in drei Becken ausschliesslich Fische, die nur auf Madagaskar vorkommen und die alle gefährdet sind. Unter ihnen auch eine der seltensten Fischarten der Welt: Der Mangarahara-Buntbarsch. Er ist in der Wildnis so gut wie ausgestorben. Sein Überleben wird zurzeit durch die Forschung und Zucht in Zoos gesichert.
Madagaskar ist ein Hotspot der Artenvielfalt. Erdgeschichtlich vor über 150 Millionen Jahren vom Festland getrennt, konnte sich die Natur auf Madagaskar ungestört entwickeln und eigene Wege gehen. So sind Arten entstanden, die es sonst nirgendwo anders auf der Welt gibt.
In den vergangenen 50 Jahren ist die durchschnittliche Grösse der beobachteten Wildtierpopulationen um 73 Prozent zurückgegangen. Zudem stehen wichtige Ökosysteme auf der ganzen Welt vor dem Kollaps. Diesen katastrophalen Trend zeigt der heute veröffentlichte WWF Living Planet Index, der 35’000 Populationstrends und 5’495 Arten von Amphibien, Vögeln, Fischen, Säugetieren und Reptilien umfasst.
Unser Ernährungssystem und der fortschreitende Klimawandel sind wesentliche Ursachen für den wachsenden Druck auf die beobachteten Populationen.
Der Kanton Luzern hat 2023 mittels Feldbegutachtungen den Zustand all seiner Flachmoore von nationaler Bedeutung erhoben. Die Resultate sind nun ausgewertet und zeigen, welche Objekte intakt sind und wo Handlungsbedarf besteht. Es gilt, die artenreichen und auch für den Wasserhaushalt wichtigen Gebiete möglichst ungeschmälert zu erhalten.
Der Kanton Luzern ist naturräumlich ein wassergeprägter Kanton. Neben rund 60 Hochmooren umfasst er auch insgesamt 101 Flachmoore von nationaler Bedeutung. Letztere nehmen eine Fläche von total rund 2’350 Hektaren ein, wobei die Mehrheit dieser Objekte im Entlebuch liegt.
Heute vor 30 Jahren wurde der erste Hinweis auf die natürliche Rückkehr des Wolfes in die Schweiz registriert. Während Konflikte die Diskussion prägen, geraten die positiven Auswirkungen der Rückkehr oft in Vergessenheit. Die Gruppe Wolf Schweiz (GWS) organisiert in den nächsten 12 Monaten Aktionen und Veranstaltungen zum Jubiläum.
Seit 30 Jahren leben Wölfe wieder in der Schweiz. Ihre Rückkehr ist eine Erfolgsgeschichte für den Artenschutz und positiv für das Ökosystem Wald. Doch genau heute vor 30 Jahren, am 2. Oktober 1994, wurden im Val Ferret im Unterwallis erstmals von Wölfen gerissene Nutztiere entdeckt - der erste Hinweis auf die Rückkehr des Wolfes in die Schweiz, Jahrzehnte nach seiner Ausrottung. Dieser Konflikt prägt die Diskussion bis heute und überlagert die positiven Aspekte der Rückkehr.
Der Zoo Zürich hat heute drei Tiere aus der bestehenden Erdmännchen-Gruppe im Zoo entnommen, getötet und an die Hyänen verfüttert. Dies aus Gründen des Artenmanagements.
Erdmännchen leben in grossen Familiengruppen zusammen. So auch im Zoo Zürich. Jeder Gruppe steht ein dominantes Paar vor, welches sich in der Regel als einziges fortpflanzt. Dies jedoch bis zu vier Mal im Jahr. Jeder Wurf umfasst ein bis fünf Jungtiere. In der Folge wächst die Erdmännchen-Gruppe kontinuierlich. Aktuell ist die Kapazitätsgrenze erreicht. Daher wurden heute drei Tiere entnommen.
Auf der Lewa Savanne lebt ein neuer Grevyzebra-Hengst. Die Männchen der Grevyzebras sind territoriale Einzelgänger, die ein Revier beanspruchen und dies auch verteidigen. Daher ist der Hengst seit Juli Schritt für Schritt an das Leben in Gesellschaft mit anderen Tierarten gewöhnt worden. Inzwischen hat er sich gut eingelebt und seinen Platz in der Savannen-WG gefunden.
Das Leben in einer WG kann anspruchsvoll sein. Fehlen klare Regeln, gibt es früher oder später garantiert Zoff. Und selbst wenn Regeln vorhanden sind, braucht es trotzdem immer auch eine gewisse Toleranz- und Anpassungsfähigkeit. Was für menschliche Wohngemeinschaften gilt, gilt in gewisser Weise auch für tierische. Und so musste unser neuer Grevyzebra-Hengst erst einmal lernen, wie das mit dem Zusammenleben auf der Lewa Savanne funktioniert.
Bereits zum sechsten Mal sind Freiwillige des Bergwaldprojektes tätig, um den Lebensraum im Waldreservat Schwägalp-Bruggerwald aufzuwerten. Nach den letztjährigen Holzereiarbeitendurch den Forstbetrieb am Säntis erfolgt jeweils im Herbst die Feinarbeit mit einem Einsatz von Freiwilligen. Sie führen verschiedene Pflegearbeiten aus - insbesondere für das stark gefährdete Auerwild.
Unter der Leitung eines ausgebildeten Projektleiters des Bergwaldprojektes arbeiten derzeit 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer während einer Woche auf der Schwägalp. Sie schichten Äste zu Haufen, um ein Aufwachsen der Bodenvegetation zu ermöglichen. Zum Schutz vor Wildverbiss werden aufkommende Weisstannen mit Zäunen geschützt.
Am 1. September startete die 5-monatige Periode, um die Wolfsbestände aktiv zu regulieren. Dieses Vorgehen ist nötig, um die Wolfspopulation wieder in den Griff zu bekommen und das exponentielle Wachstum zu stoppen. Der Schweizer Bauernverband fordert weitere Anpassungen in der Jagdschutzverordnung, damit die Koexistenz mit dem Raubtier verbessert wird.
Eine aktive Regulierung der exponentiell wachsenden Wolfsbestände ist notwendig, um die traditionelle Sömmerung und damit die Nutzung der hoch gelegenen Alpgebiete in Zukunft zu erhalten. Gemäss Jagdverordnung ist diese zwischen 1. September 2024 und 31. Januar 2025 in jenen Kantonen möglich, welche die definierten Anforderungen erfüllen. Aktuell verdoppelt sich die Anzahl Wölfe alle zwei Jahre, was die Plafonierung auf einem erträglichen Niveau zwingend notwendig macht. Deshalb erwartet der Schweizer Bauernverband (SBV), dass die Kantone nun die nötigen personellen Ressourcen sicherstellen, um das Zeitfenster für die aktive Regulierung effizient zu nutzen. Auch die reaktive Regulierung bleibt wichtig. Hier sind die Schadschwellen (=Anzahl gerissene Nutztiere) zu senken, die einen Abschuss der schadenstiftenden Tiere zulassen.
Am Wochenende des 6. bis 7. September hat das jährliche Bird Race vom Naturschutzverein Bird Life stattgefunden. Ornithologen in der ganzen Schweiz begaben sich auf Vogelsuche. Mit dabei waren wieder die Swiss Swaro Birders – das Expertenteam von SWAROVSKI OPTIK – und belegten dabei den 4. Platz.
Am Freitag- bis Samstagabend hat das Bird Race 2024 mit 83 Teams in der Schweiz stattgefunden. Dabei machen sich Ornithologen in kleinen Teams von drei bis vier Personen auf die Suche nach möglichst vielen Vogelarten. Doch die Uhr tickt: Nur 24 Stunden haben die Birder Zeit. Fortbewegen dürfen sie sich lediglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrädern oder durch die eigene Muskelkraft.
Die Betreuung von Jungtieren ist für das Tierärzte-Team des Zoo Basel eine wichtige Tätigkeit in ihrem Arbeitsalltag. Dies zeigt sich am Beispiel der am 19. Juni 2024 im Zolli geborenen drei Schneeleoparden. Vaya, das weibliche Jungtier, ist im zweiten Lebensmonat überraschend verstorben. Ihr Bruder Vakaris musste am rechten Augenlid operiert werden. Nebst Routineuntersuchungen der Zolli-Tierärzte gehört für das Kuratoren-Team die Koordination mit dem EAZA Ex-situ-Programm (EEP, Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria) zu einer bedeutenden Aufgabe.
Am 19. Juni 2024 wurden zum zweiten Mal in Folge drei Schneeleoparden, ein Weibchen und zwei Männchen, im Zoo Basel geboren. Die ersten Wochen versteckten sie sich in ihrer Wurfbox. Das Weibchen Vaya und ihre beiden Brüder Vakaris und Vishal erwiesen sich als erstaunlich keck und zeigten sich bereits nach sechs Wochen dem Zoo-Publikum. Schneeleoparden verbringen in der Natur die ersten zwei Monate in ihrer Geburtshöhle. Mutter der Jungtiere ist Rangi (9), Vater der ebenfalls neunjährige Mekong. Die Drillinge sind bereits ihr zweiter Wurf.
Bei den Asiatischen Elefanten des Zoo Zürich steht im Frühjahr 2025 eine Geburt an. Elefantenkuh Farha ist trächtig. Vater des ungeborenen Kalbs ist der 19-jährige Elefantenbulle Thai. Für Farha ist es bereits die vierte Trächtigkeit.
"Die Trächtigkeit von Farha ist ein Lichtblick und lässt uns positiv in die Zukunft schauen. Mit dem baldigen Zuwachs bei den Asiatischen Elefanten können wir einen wichtigen Beitrag für die europäische Reservepopulation leisten," sagt Zoodirektor Severin Dressen. Der errechnete Geburtstermin liegt zwischen Mitte April und Anfang Mai 2025. Die maximale Tragezeit bei Asiatischen Elefanten beträgt 22 Monaten. Somit fand die Zeugung des Nachwuchses im Sommer 2023 statt.
Zahlen aus den Kantonen Wallis und Graubünden per Ende August 2024 zeigen: Die Anzahl Risse durch Wölfe geht weiter zurück. Dies, obwohl der Wolfsbestand noch immer leicht zunimmt. Im Wallis sind 15 Prozent weniger Risse zu verzeichnen als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr, im Kanton Graubünden sogar 35 Prozent weniger. Bereits 2023, also vor Beginn der proaktiven Wolfsregulierung, waren die Risse gegenüber 2022 deutlich gesunken. Die Zahlen unterstreichen die Wirksamkeit des Herdenschutzes.
In der Schweiz leben mittlerweile über 35 Wolfsrudel und der Bestand nimmt weiterhin leicht zu. Einen gegenläufigen Trend gibt es bei den durch Wölfe gerissenen Nutztieren: Diese Zahlen zeigen nach 2023 das zweite Jahr in Folge einen rückläufigen Trend, wie die amtlichen Angaben der Kantone Wallis und Graubünden zeigen. Somit ist nicht nur die Zahl der Risse pro Wolf, sondern auch die absolute Zahl der Wolfsrisse rückläufig. Zu verdanken ist dieser Trend in erster Linie dem weiter ausgebauten Herdenschutz, zumal ein Abgleich der Schäden mit den regulierten Rudeln keinen klaren Zusammenhang erkennen lässt.
Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat sich gemeinsam mit der Elizabeth Margaret Steyn (EMS) Stiftung und dem „Shambala Private Game Reserve“ dafür eingesetzt, dass Charley, ein 42-jähriger afrikanischer Elefant, in das 10‘000 Hektar grosse Shambala Privatreservat in Limpopo umziehen kann, um dort seinen Ruhestand zu geniessen.
Für Charley öffnet sich damit ein neues Kapitel in seinem Leben.
Im Glarner Klöntal konnte ein stark verletzter Bartgeier von der Wildhut gerettet und im Natur- und Tierpark Goldau wieder gesund gepflegt werden. Es handelt sich um den im Jahr 2017 in Obwalden ausgewilderten Bartgeier Johannes.
Seit letzter Woche kreist das inzwischen geschlechtsreife Männchen wieder über dem Glarnerland und den angrenzenden Innerschweizer Kantonen. Die Stiftung Pro Bartgeier hofft, dass der Bartgeier in naher Zukunft für Bartgeiernachwuchs in der Zentralschweiz sorgen wird und damit dazu beiträgt, die noch zu geringe genetische Diversität im Bestand zu erhöhen.
Was fressen eigentlich Königspinguine? Das erforscht Klemens Pütz vom Antarctic Research Trust ART, Naturschutzpartner des Zoo Zürich seit 2006.
Damit Pütz’ Arbeit und die aller anderen Naturschutzprojekte des Zoos besser sichtbar wird, hat der Zoo Zürich verschiedene Naturschutzbotschafter verpflichtet. Als einer von 17 Botschaftern gibt Pütz einen exklusiven Einblick in seine spannende Arbeit am anderen Ende der Welt. Dort erforscht er derzeit eine aussergewöhnliche Kolonie von Königspinguinen – die am weitesten vom Südpolarmeer entfernte und einzige in Chile. Eine spezielle Lebensweise, die sich auch im Magen der Tiere widerspiegelt.