TCS testet Light-Assist E-Bikes: Unterschiede bei Sicherheit und Reichweite
von belmedia Redaktion #Schweizweit Aktiv & Abenteuer Allgemein Alltag Business Business business24.ch businessaktuell.ch Draussen Elektro elterntipps.ch Familie Familienleben Freizeit Gesundheit Innovation Lifestyle Magazine Mobilität motortipps.ch nachrichtenticker.ch News Orte Produkte Radsport Regionen Reisen & Ausflüge Schweiz Sicherheit Sport sportaktuell.ch Städte Technik Technologie Themen Tipps Trends Trips Unternehmen Wirtschaft Ⳇ Verbreitung
Der Touring Club Schweiz hat acht sogenannte Light-Assist E-Bikes getestet, die in erster Linie für den Stadtverkehr gedacht sind. Obwohl alle Produkte grundsätzlich gut abschneiden, zeigen sich dennoch Unterschiede bei der Handhabung und Sicherheit.
2025 wurden in der Schweiz über 316’000 Velos oder E-Bikes verkauft. Gemäss Zahlen von Velosuisse ist dabei die Kategorie der E-City Bikes mit Unterstützung bis 25 km/h die meistverkaufte Kategorie: Über 47’000 Bikes (gut 15 Prozent des Gesamtmarktes) wurden vergangenes Jahr in dieser Kategorie verkauft.
Beim E-Bike-Kauf sind der Einsatzzweck (Pendeln, Freizeitnutzung) relevant. Der TCS hat zusammen mit dem Velojournal acht Light-Assist E-Bikes mit einem Maximalpreis von 5000 Franken miteinander verglichen. Diese Produktkategorie ist für den städtischen Verkehr entwickelt, also für eher kürzere Distanzen. Verglichen wurden Bikes, welche leichter als 23 Kilogramm sind und über einen Akku von maximal 500 Wh verfügen. Getestet wurden Motorenleistung, Fahreigenschaften, Sicherheit, Handhabung sowie Materialqualität wie etwa die Beleuchtung.
Leicht, effizient – aber mit Zielkonflikten
Die getesteten Light-Assist E-Bikes sind durch ihr geringes Gewicht und die etwas schwächeren Motoren besonders effizient und erreichen Reichweiten von etwa 35 und 60 Kilometern. Allerdings zeigt der Test einen klaren Zielkonflikt: Modelle mit hoher Motorleistung bieten mehr Unterstützung, verbrauchen jedoch mehr Energie und erzielen geringere Reichweiten. Leichtere, weniger leistungsstarke Bikes sind effizienter, stossen aber insbesondere bergauf schneller an ihre Grenzen.
Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei der Handhabung und Sicherheit. Systeme mit Bedienung am Lenker – insbesondere bei Modellen von Cube und Canyon – schneiden am besten ab. Bei der Beleuchtung und den Bremsen erreichen mehrere Modelle gute Resultate, während einzelne Bikes Einschränkungen bei Sichtbarkeit oder Bedienkomfort aufweisen.
Mehrheitlich gute Produkte, ein Testsieger
Als klarer Testsieger geht das Cube Nulane Hybrid C:62 Race 400X FE hervor. Es kombiniert ein geringes Gewicht mit einem leistungsstarken Motor und guten Fahreigenschaften. Auch in der Praxis überzeugt das Modell und erreicht die beste Gesamtbewertung.
Ebenfalls sehr empfehlenswert sind das BIXS District-E1 und das Canyon Citylite:ON, die mit soliden Gesamtleistungen überzeugen. Während das Canyon mit dem stärksten Motor im Test punktet, zeigt das Bixs ein ausgewogenes Gesamtpaket ohne markante Schwächen.
Im weiteren Feld schneiden das Schindelhauer Emil, das Ampler Curt und das Cresta e-Largo ebenfalls gut ab. Das Schindelhauer bietet hohen Komfort und hochwertige Komponenten. Das Ampler punktet mit geringem Gewicht und innovativer USB-C-Ladefunktion. Das Cresta überzeugt mit guter Beleuchtung, weist jedoch die geringste Reichweite im Test auf.
Asfalt und Rose mit Einschränkungen
Das Asfalt GT2 erreicht insgesamt ebenfalls eine empfehlenswerte Bewertung, zeigt jedoch Schwächen bei Komfort und Bedienung. Insbesondere der harte Sattel wurde von den Testern als sehr unbequem bewertet. Am Ende des Rankings liegt das Rose Sneak-Plus. Trotz der besten Reichweite und geringstem Gewicht im Test schränkt das Single-Speed-Konzept die Alltagstauglichkeit insbesondere in hügeligem Gelände deutlich ein.
Wer hauptsächlich in der Stadt und gerne auch etwas sportlich unterwegs ist, für den sind Light-Assist E-Bikes eine gute Option. Sie sind nicht nur angenehm zu fahren, sondern sind auch viel leichter in den Velokeller zu tragen. Da der Akku bei den meisten Bikes nicht ausbaubar ist, braucht es zum Laden jedoch eine Steckdose draussen oder im Velokeller.
Quelle: Touring Club Schweiz
Bildquelle: Touring Club Schweiz