Mehr Schweizer Bio-Brot: Coop baut Zusammenarbeit mit Bauern aus

Coop verfolgt das Ziel, sämtliche Bio-Brote künftig aus Schweizer Knospe-Getreide herzustellen. Gemeinsam mit Bio Suisse hat das Unternehmen ein Projekt gestartet, das den Anbau von Bio-Brotgetreide fördert und gleichzeitig neue Absatzmöglichkeiten für weitere Fruchtfolge-Kulturen schafft.

Mit diesem langfristigen Engagement stärkt Coop den Landwirtschaftsstandort Schweiz, unterstützt den nachhaltigen Bio-Landbau und schafft verlässliche Perspektiven für Schweizer Produzenten.

Mehr Schweizer Bio-Brotgetreide benötigt zusätzliche Anbauflächen

Für die vollständige Herstellung von Bio-Brot aus Schweizer Knospe-Getreide werden rund 2’800 zusätzliche Hektaren Anbaufläche benötigt. Dadurch soll eine Mehrproduktion von rund 10’600 Tonnen Bio-Weizen ermöglicht werden.

Der Ausbau des Schweizer Bio-Brotgetreideanbaus steht dabei in engem Zusammenhang mit der Fruchtfolge. Da auf derselben Fläche nicht jedes Jahr Getreide angebaut werden kann, entstehen automatisch zusätzliche Mengen anderer Kulturen wie Hafer, Hülsenfrüchte, Kartoffeln oder Ölsaaten.

Gemeinsam mit Bio Suisse hat Coop deshalb ein spezielles Fruchtfolge-Projekt gestartet. Ziel ist es, nicht nur den Absatz von Brotgetreide sicherzustellen, sondern auch neue Märkte für weitere Schweizer Bio-Kulturen zu schaffen.

Fruchtfolge stärkt Boden und Biodiversität

Die Fruchtfolge sorgt dafür, dass auf derselben Fläche jährlich unterschiedliche Kulturen angebaut werden. Dadurch werden Krankheiten und Schädlinge reduziert, die Bodenfruchtbarkeit verbessert und die Biodiversität gefördert.

Gleichzeitig trägt dieses Anbausystem langfristig zu stabilen Erträgen bei und bildet eine wichtige Grundlage für die nachhaltige Entwicklung der Schweizer Bio-Landwirtschaft.

Bereits konkrete Umstellungen umgesetzt

Coop hat bereits verschiedene Massnahmen eingeleitet, um den Absatz von Schweizer Bio-Fruchtfolge-Kulturen zu stärken. So verwendet die Bäckerei Panofina Schweizer Bio-Sonnenblumenöl. Zudem wird die Umstellung auf Schweizer Bio-Haferflocken vorangetrieben und zusätzliche Mengen an Schweizer Bio-Rübenzucker werden abgenommen.

Weitere Anpassungen sind bereits geplant, unter anderem bei Hirseflocken. Damit schafft Coop schrittweise neue Absatzmöglichkeiten und erhöht die Attraktivität des Anbaus für landwirtschaftliche Betriebe.

Schweizer Herkunft hat Priorität

Das Projekt ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von Coop und unterstreicht die Bedeutung Schweizer Rohstoffe für das Unternehmen.

Importe kommen nur dort zum Einsatz, wo bestimmte Rohstoffe innerhalb der Fruchtfolge noch nicht in ausreichender Menge aus Schweizer Produktion verfügbar sind.

Das Projekt „Bio-Brot aus 100 Prozent Schweizer Knospe-Getreide“ zeigt den ganzheitlichen Ansatz von Coop: Wer den Anbau von Schweizer Bio-Brotgetreide fördern will, muss gleichzeitig auch für die übrigen Kulturen der Fruchtfolge verlässliche Absatzmärkte schaffen.

 

Quelle: Coop
Bildquelle: Coop